Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Baden-Württemberg (INSA, 27. März 2023)

20. März 2023 - 27. März 2023

1000 Befragte

Nächste Landtagswahl in Baden-Württemberg: 8. März 2026

Die nächste Landtagswahl in Baden-Württemberg findet in 21 Tagen statt.

Regierungsbündnis in Baden-Württemberg behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von INSA würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 61,7% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von INSA?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Bade-Wurtemberg von INSA vom 27. März 2023 führt Grüne mit 28%. Dahinter liegen CDU mit 27%, SPD mit 13%, AfD mit 12%, FDP mit 9% und Die Linke mit 3%. Sonstige Parteien erreichen 8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von INSA?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Baden-Württemberg liegt bei 5%.

Grüne + CDU
Mitte-links
61,7%
Grüne + SPD + FDP
Links
56,7%
CDU + SPD + FDP
Mitte
55,0%
CDU + AfD + FDP
Mitte-rechts
53,3%
Grüne + SPD
Links
46,7%
CDU + SPD
Mitte-rechts
45,0%
CDU + AfD
Rechts
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut INSA

Nach den aktuellen Daten von INSA würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen: Grüne mit 38 Abgeordneten, CDU mit 36 Abgeordneten, SPD mit 18 Abgeordneten, AfD mit 16 Abgeordneten und FDP mit 12 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Baden-Württemberg

Seit der Wahlrechtsreform 2022 nutzt Baden-Württemberg ein personalisiertes Verhältniswahlrecht mit zwei Stimmen. Vorbei sind die Zeiten des Ein-Stimmen-Modells: Wähler entscheiden nun getrennt über den Wahlkreisabgeordneten (Erststimme] und die Stärke der Landesliste (Zweitstimme]. Das neue System zielt darauf ab, den Frauenanteil und die Diversität im Landtag durch geschlossene Landeslisten zu erhöhen, während die Gesamtzahl der Sitze bei mindestens 120 liegt.

Sperrklausel und Hürden

Im „Ländle“ gilt die klassische Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag. Da die Parteienlandschaft in Baden-Württemberg durch starke grüne und schwarze Pole geprägt ist, war diese Hürde für kleinere Parteien wie die FDP oder die Linke oft eine existenzielle Zitterpartie. Eine Grundmandatsklausel wie auf Bundesebene gibt es hier nicht; der Einzug ist strikt an den Zweitstimmenanteil gekoppelt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Baden-Württemberg ist die Wiege der ersten grün-schwarzen Koalition unter Führung der Grünen. Diese Konstellation galt lange als pragmatisches Zukunftsmodell. Im Vorfeld der Wahl 2026, bei der Ministerpräsident Kretschmann nicht mehr antritt, rücken neue Bündnisse wie Schwarz-Rot oder sogar Dreier-Bündnisse unter Einbeziehung der FDP in den Fokus, um stabile Mehrheiten jenseits der erstarkten Ränder zu bilden.

Quellen der Daten und Infos

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