Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (Infratest dimap, 27. September 2023)

25. September 2023 - 27. September 2023

1512 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Infratest dimap würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 57,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Infratest dimap?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von Infratest dimap vom 27. September 2023 führt CSU mit 36%. Es folgen Freie Wähler mit 16%, Grüne mit 15%, AfD mit 14%, SPD mit 9% und FDP mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Infratest dimap?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + Grüne
Mitte-rechts
63,9%
CSU + AfD
Rechts
58,3%
CSU + Freie Wähler
Rechts
54,4%
CSU + SPD
Mitte-rechts
53,3%
CSU
Rechts
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut Infratest dimap

Nach den aktuellen Daten von Infratest dimap würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 78 Abgeordneten, Grüne mit 37 Abgeordneten, AfD mit 27 Abgeordneten, Freie Wähler mit 20 Abgeordneten und SPD mit 18 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

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