Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (INSA, 9. Januar 2023)

2. Januar 2023 - 9. Januar 2023

2000 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von INSA würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 53,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von INSA?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von INSA vom 9. Januar 2023 führt CSU mit 40%. Es folgen Grüne mit 19%, AfD mit 10%, SPD mit 10%, Freie Wähler mit 9%, FDP mit 5% und Die Linke mit 2%. Sonstige Parteien erreichen 5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von INSA?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + Grüne
Mitte-rechts
57,8%
CSU + AfD
Rechts
56,7%
CSU + SPD
Mitte-rechts
54,4%
CSU + Freie Wähler
Rechts
50,0%
CSU + FDP
Mitte-rechts
47,8%
Grüne + SPD + Freie Wähler + FDP
Mitte-links
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut Forsa

Nach den aktuellen Daten von Forsa würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 75 Abgeordneten, Grüne mit 29 Abgeordneten, AfD mit 27 Abgeordneten, SPD mit 23 Abgeordneten, Freie Wähler mit 15 Abgeordneten und FDP mit 11 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

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