Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (INSA, 2. Oktober 2023)

25. September 2023 - 2. Oktober 2023

1000 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von INSA würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 57,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von INSA?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von INSA vom 2. Oktober 2023 führt CSU mit 36%. Es folgen Freie Wähler mit 15%, Grüne mit 15%, AfD mit 14%, SPD mit 9% und FDP mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 7% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von INSA?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + Grüne
Mitte-rechts
58,9%
CSU + Freie Wähler
Rechts
57,8%
CSU + AfD
Rechts
56,1%
CSU + SPD
Mitte-rechts
50,6%
Grüne + Freie Wähler + SPD
Mitte-links
43,9%

Parlamentszusammensetzung laut Forschungsgruppe Wahlen

Nach den aktuellen Daten von Forschungsgruppe Wahlen würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 74 Abgeordneten, Grüne mit 32 Abgeordneten, Freie Wähler mit 30 Abgeordneten, AfD mit 27 Abgeordneten und SPD mit 17 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.