Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (Institut Wahlkreisprognose, 17. Januar 2023)

13. Januar 2023 - 17. Januar 2023

1040 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Institut Wahlkreisprognose würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 62,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Institut Wahlkreisprognose?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von Institut Wahlkreisprognose vom 17. Januar 2023 führt CSU mit 43%. Es folgen Grüne mit 17,5%, Freie Wähler mit 13%, AfD mit 8%, SPD mit 8%, FDP mit 4% und Die Linke mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 5,5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Institut Wahlkreisprognose?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + AfD
Rechts
62,2%
CSU + Freie Wähler
Rechts
60,6%
CSU + Grüne
Mitte-rechts
59,4%
CSU + SPD
Rechts
56,1%
CSU + BSW
Rechts
55,0%
CSU
Rechts
48,3%

Parlamentszusammensetzung laut GMS

Nach den aktuellen Daten von GMS würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 87 Abgeordneten, AfD mit 25 Abgeordneten, Freie Wähler mit 22 Abgeordneten, Grüne mit 20 Abgeordneten, SPD mit 14 Abgeordneten und BSW mit 12 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

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