Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (Institut Wahlkreisprognose, 24. Mai 2023)

21. Mai 2023 - 24. Mai 2023

1100 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Institut Wahlkreisprognose würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 57,2% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Institut Wahlkreisprognose?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von Institut Wahlkreisprognose vom 24. Mai 2023 führt CSU mit 41%. Es folgen Grüne mit 12,5%, AfD mit 12%, Freie Wähler mit 12%, SPD mit 10%, FDP mit 6% und Die Linke mit 1,5%. Sonstige Parteien erreichen 5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Institut Wahlkreisprognose?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + AfD
Rechts
66,7%
CSU + Grüne
Mitte-rechts
56,1%
CSU + Freie Wähler
Rechts
53,9%
CSU + SPD
Mitte-rechts
51,7%
CSU
Rechts
42,8%

Parlamentszusammensetzung laut Civey

Nach den aktuellen Daten von Civey würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 77 Abgeordneten, AfD mit 43 Abgeordneten, Grüne mit 24 Abgeordneten, Freie Wähler mit 20 Abgeordneten und SPD mit 16 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

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