Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern (Institut Wahlkreisprognose, 6. Oktober 2023)

3. Oktober 2023 - 6. Oktober 2023

985 Befragte

Nächste Landtagswahl in Bayern: 2028

Die nächste Landtagswahl in Bayern findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis im Freistaat Bayern behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Institut Wahlkreisprognose würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 58,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Institut Wahlkreisprognose?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Bayern von Institut Wahlkreisprognose vom 6. Oktober 2023 führt CSU mit 37,5%. Es folgen Grüne mit 15,5%, Freie Wähler mit 15%, AfD mit 14%, SPD mit 8%, FDP mit 3% und Die Linke mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Institut Wahlkreisprognose?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Landtagswahl in Bayern liegt bei 5%.

CSU + Freie Wähler
Rechts
58,9%
CSU + Grüne
Mitte-rechts
56,7%
CSU + AfD
Rechts
54,4%
CSU + SPD
Mitte-rechts
50,0%
Freie Wähler + Grüne + SPD
Mitte-links
45,6%

Parlamentszusammensetzung laut Infratest dimap

Nach den aktuellen Daten von Infratest dimap würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Bayerischen Landtag einziehen: CSU mit 72 Abgeordneten, Freie Wähler mit 34 Abgeordneten, Grüne mit 30 Abgeordneten, AfD mit 26 Abgeordneten und SPD mit 18 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Bayern

In Bayern gilt ein „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Besonderheit: Erst- und Zweitstimme werden zur Berechnung der Sitze addiert (Gesamtstimmen]. Zudem können Wähler bei der Zweitstimme gezielt einzelne Kandidaten auf der Liste ankreuzen, was die Reihung der Abgeordneten beeinflussen kann. Dieses System stärkt die personelle Komponente gegenüber der reinen Parteiliste massiv.

Sperrklausel und Hürden

Die Fünf-Prozent-Hürde bezieht sich im Freistaat auf die Gesamtstimmen im Land. Eine Grundmandatsklausel ist nicht vorgesehen. Historisch führte dies dazu, dass auch Parteien mit direkt gewonnenen Wahlkreisen am Einzug scheitern können, wenn sie landesweit unter 5% bleiben – ein Umstand, der vor allem für Regionalparteien oder Splittergruppen eine hohe Barriere darstellt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Bayern wurde jahrzehntelang durch die CSU-Alleinregierung geprägt. Heute sind Koalitionen – meist mit den Freien Wählern als bürgerlichem Partner – der Standard. Ein spezifisches bayerisches Merkmal ist die kategorische Abgrenzung der CSU gegenüber den Grünen einerseits und der AfD andererseits, was den Spielraum für Koalitionen stark auf das bürgerliche Lager begrenzt.

Quellen der Daten und Infos

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