Nieuw-Vlaamse Alliantie
Neu-Flämische Allianz
Neu-Flämische Allianz
Rechts
Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament der N-VA bildet der flämische Nationalismus, gepaart mit einem bürgerlich-konservativen Weltbild. Die Partei begreift Flandern als eigenständige Kulturnation, die durch das belgische Staatsgefüge in ihrer Entfaltung gehemmt wird. Ihr Ideal ist ein Europa der Regionen, in dem die Nationalstaaten an Bedeutung verlieren. In der Gesellschaftspolitik setzt sie auf Eigenverantwortung, die Stärkung der Kernfamilie und eine Leitkultur, die Integration als Bringschuld der Einwanderer versteht. Der Staat soll effizient und schlank sein, wobei Subsidiarität als oberstes Prinzip gilt.
Die Agenda der N-VA ist eine Mischung aus wirtschaftsliberaler Reformpolitik und restriktiver Migrationskontrolle. Sie fordert eine massive Senkung der Lohnnebenkosten, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und einen harten Sparkurs, um die Wettbewerbsfähigkeit Flanderns zu sichern. Ein zentrales Ziel ist die Dezentralisierung des Sozialversicherungssystems, um Transferzahlungen von Flandern in den frankophonen Süden Belgiens zu beenden. Die Partei spricht primär Leistungsträger, Unternehmer und den flämischen Mittelstand an, die den belgischen Föderalismus als ineffizient und kostspielig ablehnen.
Strategisch agiert die N-VA als "Systemveränderer von innen". Während sie langfristig die Konföderation oder Unabhängigkeit anstrebt, übernimmt sie innerhalb des belgischen Staates Regierungsverantwortung, um ihre Reformen voranzutreiben. Ihr Verhältnis zu den föderalen Institutionen ist von Misstrauen geprägt
Gesamtdauer: 6 Jahre • 2 Monate • 1 Woche • 1 Tag
Gesamtdauer: 1 Jahr • 8 Monate
Gesamtdauer: 4 Jahre • 6 Monate • 1 Woche • 1 Tag
In 7% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”