Aktuelle Sonntagsfrage zu den Föderalwahlen in Belgien (Ipsos, 13. September 2022)

7. September 2022 - 13. September 2022

600 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Belgien: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Belgien findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle belgische Föderalregierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Ipsos würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 26,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ipsos?

In der aktuellsten Sonntagsfrage zur Wahl in Belgien, durchgeführt von Ipsos am 13. September 2022, liegt PS mit 22,7% an der Spitze. Dahinter folgen MR mit 21,2%, Ecolo mit 15,8%, PVDA/PTB mit 12,7%, DéFI mit 9,6% und LE mit 3,8%. Sonstige Parteien erreichen 14,2% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ipsos?

16

PolitPro Score

Ipsos erreicht im PolitPro Score 16 von 100 Punkten.

4,5

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Ipsos zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 4,5 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Belgien liegt bei 5%.

PS + Ecolo + PVDA/PTB
Links
62,0%
MR + Ecolo + PVDA/PTB
Mitte-links
60,7%
PS + Ecolo + DéFI
Links
58,7%
MR + Ecolo + DéFI
Mitte-links
57,3%
PS + PVDA/PTB + DéFI
Mitte-links
54,7%
PS + MR
Mitte-links
53,3%
MR + PVDA/PTB + DéFI
Mitte-links
53,3%
PS + Ecolo
Links
46,7%

Parlamentszusammensetzung laut Ipsos

Nach den aktuellen Daten von Ipsos würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in die belgische Abgeordnetenkammer einziehen: PS mit 41 Abgeordneten, MR mit 39 Abgeordneten, Ecolo mit 29 Abgeordneten, PVDA/PTB mit 23 Abgeordneten und DéFI mit 18 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Belgien

Das belgische Parlament, die Abgeordnetenkammer, besteht aus 150 Mitgliedern, die in elf Wahlkreisen nach dem Verhältniswahlrecht gewählt werden. Eine Besonderheit in Belgien ist die gesetzliche Wahlpflicht: Alle wahlberechtigten Staatsbürger sind verpflichtet, an der Abstimmung teilzunehmen, was traditionell zu einer sehr hohen Wahlbeteiligung führt. Das Wahlsystem ist zudem durch die Aufteilung in Sprachgruppen geprägt, wobei Parteien in der Regel nur in ihren jeweiligen Sprachregionen (Flandern oder Wallonien] sowie im zweisprachigen Brüssel antreten.

Sperrklausel und Hürden

In Belgien gilt für die Parlamentswahlen eine Sperrklausel von 5%. Diese Hürde wird auf Ebene der Wahlkreise angewendet. Da die Sitze proportional verteilt werden, müssen Parteien mindestens 5% der Stimmen in einem Wahlkreis erreichen, um bei der Mandatsvergabe berücksichtigt zu werden. Diese Regelung zielt darauf ab, eine zu starke Zersplitterung der Parteienlandschaft in der Abgeordnetenkammer zu verhindern, während sie gleichzeitig den regionalen Charakter des belgischen Parteiensystems respektiert.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Aufgrund der tiefen politischen und sprachlichen Teilung des Landes ist die Regierungsbildung in Belgien oft ein langwieriger und komplexer Prozess. Da keine Partei landesweit antritt, bestehen Koalitionen zwangsläufig aus mehreren Parteien aus beiden großen Sprachgruppen (Flamen und Wallonen]. Diese Mehrparteienkoalitionen müssen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Regionen und politischen Strömungen wahren. Die Verhandlungen über ein Regierungsprogramm können Monate oder in Ausnahmefällen sogar Jahre dauern, bis eine tragfähige Mehrheit gefunden ist.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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