Aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Brandenburg (INSA, 10. Oktober 2022)

4. Oktober 2022 - 10. Oktober 2022

1000 Befragte

Nächste Landtagswahl in Brandenburg: 2029

Die nächste Landtagswahl in Brandenburg findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Brandenburg ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von INSA würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 23,9% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von INSA?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Brandenburg von INSA vom 10. Oktober 2022 führt AfD mit 25%. Dahinter liegen SPD mit 22%, CDU mit 17%, Grüne mit 11%, Die Linke mit 10%, BVB/FW mit 5% und FDP mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von INSA?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Brandenburg liegt bei 5%.

SPD + CDU + Grüne
Mitte-links
55,7%
AfD + CDU + BVB/FW
Rechts
52,3%
SPD + CDU + BVB/FW
Mitte
48,9%
SPD + Grüne + Die Linke
Links
47,7%
AfD + CDU
Rechts
46,6%
SPD + CDU
Mitte
43,2%

Parlamentszusammensetzung laut INSA

Nach den aktuellen Daten von INSA würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Brandenburg einziehen: AfD mit 24 Abgeordneten, SPD mit 21 Abgeordneten, CDU mit 17 Abgeordneten, Grüne mit 11 Abgeordneten, Die Linke mit 10 Abgeordneten und BVB/FW mit 5 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Brandenburg

In Brandenburg wird nach dem personalisierten Verhältniswahlrecht gewählt. Der Landtag besteht aus mindestens 88 Abgeordneten. Eine Besonderheit ist das Sainte-Laguë-Verfahren bei der Sitzberechnung, das kleine Parteien bei der Mandatsverteilung nicht benachteiligt. Die Vergabe von Überhang- und Ausgleichsmandaten sichert dabei, dass der Landtag ein exaktes Abbild des Wählerwillens bleibt.

Sperrklausel und Hürden

Brandenburg wendet die Fünf-Prozent-Hürde an, ergänzt durch eine starke Grundmandatsklausel: Ein einziges gewonnenes Direktmandat reicht aus, um die Sperrklausel zu überwinden. Zudem sind Parteien der sorbischen/wendischen Minderheit von der Fünf-Prozent-Hürde befreit, was ein wichtiges Element des Minderheitenschutzes in der Landesverfassung ist.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Brandenburg wurde lange Zeit von der SPD in verschiedenen Konstellationen regiert. Die aktuelle politische Lage ist durch die Stärke der AfD und das Aufkommen neuer Kräfte wie des BSW geprägt. Dies erzwingt oft breite „Bündnisse der Mitte“ (wie Kenia-Koalitionen], um eine Regierungsbildung gegen die Ränder zu ermöglichen, was die Kompromissfindung im Koalitionsalltag erschwert.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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