Aktuelle Sonntagsfrage zur Folketingswahl in Dänemark (Epinion, 29. Oktober 2022)

28. Oktober 2022 - 29. Oktober 2022

1014 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Dänemark: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Aktuelle Regierung in Dänemark ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Epinion würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 47,5% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Epinion?

In der Sonntagsfrage für Dänemark von Epinion führt Socialdemokraterne mit 24,4%. Es folgen Venstre mit 13,3%, Socialistisk Folkeparti mit 8,7%, Danmarksdemokraterne mit 8,6%, Liberal Alliance mit 8,6%, Moderaterne mit 8,3%, De Rød-Grønne mit 6,3%, Konservative Folkeparti mit 5,8%, Nye Borgerlige mit 5,2%, Radikale Venstre mit 4,7%, Dansk Folkeparti mit 2,4%, Alternativet mit 2,3%, Frie Grønne mit 0,7% und Kristendemokraterne mit 0,4%. Sonstige Parteien erreichen 0,3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Epinion?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Folketingswahl in Dänemark liegt bei 2%.

Socialdemokraterne + Venstre + Liberal Alliance + Moderaterne
Mitte-links
56,4%
Socialdemokraterne + Venstre + Liberal Alliance + Konservative Folkeparti
Mitte-links
53,6%
Socialdemokraterne + Venstre + Moderaterne + Konservative Folkeparti
Mitte-links
53,1%
Socialdemokraterne + Socialistisk Folkeparti + Moderaterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre
Mitte-links
53,1%
Socialdemokraterne + Venstre + Liberal Alliance + Radikale Venstre
Mitte-links
52,5%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Moderaterne + Konservative Folkeparti + Radikale Venstre
Mitte-links
52,5%
Socialdemokraterne + Venstre + Moderaterne + Radikale Venstre
Mitte-links
52,0%
Venstre + Liberal Alliance + Danmarksdemokraterne + Moderaterne + Konservative Folkeparti + Nye Borgerlige
Mitte
50,8%

Parlamentszusammensetzung laut Epinion

Nach den aktuellen Daten von Epinion würden voraussichtlich 12 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Folketing von Dänemark einziehen: Socialdemokraterne mit 45 Abgeordneten, Venstre mit 25 Abgeordneten, Socialistisk Folkeparti mit 16 Abgeordneten, Danmarksdemokraterne mit 16 Abgeordneten, Liberal Alliance mit 16 Abgeordneten, Moderaterne mit 15 Abgeordneten, De Rød-Grønne mit 11 Abgeordneten, Konservative Folkeparti mit 10 Abgeordneten, Nye Borgerlige mit 9 Abgeordneten, Radikale Venstre mit 8 Abgeordneten, Dansk Folkeparti mit 4 Abgeordneten und Alternativet mit 4 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Dänemark

Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten. Davon werden 175 Mandate in Dänemark selbst vergeben, während jeweils zwei Sitze für die Färöer-Inseln und Grönland reserviert sind. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das eine sehr präzise Übereinstimmung zwischen dem landesweiten Stimmenanteil und der Sitzverteilung anstrebt. Dies wird durch ein zweistufiges Verfahren mit Wahlkreismandaten und 40 Ausgleichsmandaten erreicht. Dänemark ist zudem für seine hohe Transparenz und die Tradition der Zusammenarbeit über die politischen Lager hinweg bekannt.

Sperrklausel und Hürden

Dänemark hat eine der niedrigsten parlamentarischen Hürden in Europa: Eine Partei muss lediglich 2% der landesweiten Stimmen erreichen, um in das Folketing einzuziehen. Alternativ kann ein Mandat auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem Wahlkreis oder durch das Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl in einem regionalen Verbund erlangt werden. Diese niedrige 2%-Schwelle fördert eine hohe politische Vielfalt und stellt sicher, dass auch kleinere Parteien und neue politische Bewegungen eine Stimme im nationalen Parlament erhalten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Eine Besonderheit in Dänemark ist der „negative Parlamentarismus“. Dies bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine aktive Mehrheit im Parlament benötigt, sondern lediglich keine Mehrheit gegen sich haben darf. Dies führt häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen. Diese Regierungen stützen sich auf eine oder mehrere Unterstützungsparteien, mit denen sie Vereinbarungen über die politische Agenda treffen. Dieser Prozess zwingt die Regierung dazu, für jedes Gesetz im Folketing kontinuierlich nach Mehrheiten zu suchen, was eine starke Konsenskultur fördert.

Quellen der Daten und Infos

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