Aktuelle Sonntagsfrage zur Folketingswahl in Dänemark (Epinion, 29. April 2024)

23. April 2024 - 29. April 2024

1486 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Dänemark: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Aktuelle Regierung in Dänemark ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Epinion würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 31,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Epinion?

In der Sonntagsfrage für Dänemark von Epinion führt Socialdemokraterne mit 19,2%. Es folgen Liberal Alliance mit 16,3%, Socialistisk Folkeparti mit 14,7%, Danmarksdemokraterne mit 11,6%, De Rød-Grønne mit 6,9%, Venstre mit 6,5%, Konservative Folkeparti mit 5,9%, Moderaterne mit 5,8%, Dansk Folkeparti mit 4,9%, Radikale Venstre mit 4,7% und Alternativet mit 2,7%. Sonstige Parteien erreichen 0,8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Epinion?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Folketingswahl in Dänemark liegt bei 2%.

Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Venstre + Konservative Folkeparti + Moderaterne
Mitte-links
54,2%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Venstre + Konservative Folkeparti + Radikale Venstre
Mitte-links
53,1%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Venstre + Moderaterne + Radikale Venstre
Mitte-links
53,1%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Konservative Folkeparti + Moderaterne + Radikale Venstre
Mitte-links
52,0%
Liberal Alliance + Danmarksdemokraterne + Venstre + Konservative Folkeparti + Moderaterne + Dansk Folkeparti
Mitte
51,4%
Socialdemokraterne + Socialistisk Folkeparti + De Rød-Grønne + Moderaterne + Radikale Venstre
Mitte-links
51,4%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Venstre + Konservative Folkeparti
Mitte
48,6%
Socialdemokraterne + Liberal Alliance + Venstre + Moderaterne
Mitte-links
48,6%

Parlamentszusammensetzung laut Epinion

Nach den aktuellen Daten von Epinion würden voraussichtlich 11 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Folketing von Dänemark einziehen: Socialdemokraterne mit 35 Abgeordneten, Liberal Alliance mit 30 Abgeordneten, Socialistisk Folkeparti mit 27 Abgeordneten, Danmarksdemokraterne mit 21 Abgeordneten, De Rød-Grønne mit 12 Abgeordneten, Venstre mit 12 Abgeordneten, Konservative Folkeparti mit 10 Abgeordneten, Moderaterne mit 10 Abgeordneten, Dansk Folkeparti mit 9 Abgeordneten, Radikale Venstre mit 8 Abgeordneten und Alternativet mit 5 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Dänemark

Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten. Davon werden 175 Mandate in Dänemark selbst vergeben, während jeweils zwei Sitze für die Färöer-Inseln und Grönland reserviert sind. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das eine sehr präzise Übereinstimmung zwischen dem landesweiten Stimmenanteil und der Sitzverteilung anstrebt. Dies wird durch ein zweistufiges Verfahren mit Wahlkreismandaten und 40 Ausgleichsmandaten erreicht. Dänemark ist zudem für seine hohe Transparenz und die Tradition der Zusammenarbeit über die politischen Lager hinweg bekannt.

Sperrklausel und Hürden

Dänemark hat eine der niedrigsten parlamentarischen Hürden in Europa: Eine Partei muss lediglich 2% der landesweiten Stimmen erreichen, um in das Folketing einzuziehen. Alternativ kann ein Mandat auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem Wahlkreis oder durch das Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl in einem regionalen Verbund erlangt werden. Diese niedrige 2%-Schwelle fördert eine hohe politische Vielfalt und stellt sicher, dass auch kleinere Parteien und neue politische Bewegungen eine Stimme im nationalen Parlament erhalten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Eine Besonderheit in Dänemark ist der „negative Parlamentarismus“. Dies bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine aktive Mehrheit im Parlament benötigt, sondern lediglich keine Mehrheit gegen sich haben darf. Dies führt häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen. Diese Regierungen stützen sich auf eine oder mehrere Unterstützungsparteien, mit denen sie Vereinbarungen über die politische Agenda treffen. Dieser Prozess zwingt die Regierung dazu, für jedes Gesetz im Folketing kontinuierlich nach Mehrheiten zu suchen, was eine starke Konsenskultur fördert.

Quellen der Daten und Infos

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