Aktuelle Sonntagsfrage zur Folketingswahl in Dänemark (Greens Analyseinstitut, 29. November 2018)

29. November 2018

1100 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Dänemark: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Aktuelle Regierung in Dänemark ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Greens Analyseinstitut würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 45,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Greens Analyseinstitut?

In der Sonntagsfrage für Dänemark von Greens Analyseinstitut führt Socialdemokraterne mit 24,6%. Es folgen Venstre mit 19,2%, Dansk Folkeparti mit 17,1%, De Rød-Grønne mit 9,6%, Radikale Venstre mit 7,6%, Socialistisk Folkeparti mit 4,8%, Konservative Folkeparti mit 4,6%, Alternativet mit 3,8%, Nye Borgerlige mit 3,8%, Liberal Alliance mit 3,1% und Kristendemokraterne mit 1,2%. Sonstige Parteien erreichen 0,6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Greens Analyseinstitut?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Folketingswahl in Dänemark liegt bei 2%.

Socialdemokraterne + Venstre + Radikale Venstre
Mitte-links
53,6%
Socialdemokraterne + Venstre + Alternativet + Liberal Alliance
Mitte-links
52,5%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre + Socialistisk Folkeparti + Alternativet
Mitte-links
51,4%
Socialdemokraterne + Venstre + Konservative Folkeparti
Mitte-links
50,3%
Socialdemokraterne + Venstre + Alternativet
Mitte-links
49,7%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre + Socialistisk Folkeparti
Mitte-links
47,5%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre + Alternativet
Mitte-links
46,9%
Socialdemokraterne + Venstre
Mitte-links
45,8%

Parlamentszusammensetzung laut Greens Analyseinstitut

Nach den aktuellen Daten von Greens Analyseinstitut würden voraussichtlich 10 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Folketing von Dänemark einziehen: Socialdemokraterne mit 46 Abgeordneten, Venstre mit 36 Abgeordneten, Dansk Folkeparti mit 31 Abgeordneten, De Rød-Grønne mit 17 Abgeordneten, Radikale Venstre mit 14 Abgeordneten, Socialistisk Folkeparti mit 8 Abgeordneten, Konservative Folkeparti mit 8 Abgeordneten, Alternativet mit 7 Abgeordneten, Nye Borgerlige mit 7 Abgeordneten und Liberal Alliance mit 5 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Dänemark

Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten. Davon werden 175 Mandate in Dänemark selbst vergeben, während jeweils zwei Sitze für die Färöer-Inseln und Grönland reserviert sind. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das eine sehr präzise Übereinstimmung zwischen dem landesweiten Stimmenanteil und der Sitzverteilung anstrebt. Dies wird durch ein zweistufiges Verfahren mit Wahlkreismandaten und 40 Ausgleichsmandaten erreicht. Dänemark ist zudem für seine hohe Transparenz und die Tradition der Zusammenarbeit über die politischen Lager hinweg bekannt.

Sperrklausel und Hürden

Dänemark hat eine der niedrigsten parlamentarischen Hürden in Europa: Eine Partei muss lediglich 2% der landesweiten Stimmen erreichen, um in das Folketing einzuziehen. Alternativ kann ein Mandat auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem Wahlkreis oder durch das Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl in einem regionalen Verbund erlangt werden. Diese niedrige 2%-Schwelle fördert eine hohe politische Vielfalt und stellt sicher, dass auch kleinere Parteien und neue politische Bewegungen eine Stimme im nationalen Parlament erhalten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Eine Besonderheit in Dänemark ist der „negative Parlamentarismus“. Dies bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine aktive Mehrheit im Parlament benötigt, sondern lediglich keine Mehrheit gegen sich haben darf. Dies führt häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen. Diese Regierungen stützen sich auf eine oder mehrere Unterstützungsparteien, mit denen sie Vereinbarungen über die politische Agenda treffen. Dieser Prozess zwingt die Regierung dazu, für jedes Gesetz im Folketing kontinuierlich nach Mehrheiten zu suchen, was eine starke Konsenskultur fördert.

Quellen der Daten und Infos

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