Aktuelle Sonntagsfrage zur Folketingswahl in Dänemark (Norstat, 17. Mai 2019)

14. Mai 2019 - 17. Mai 2019

1207 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Dänemark: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Mehrheit für die Regierung in Dänemark aktuell unsicher

Basierend auf der Projektion von Norstat würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 50,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Norstat?

In der Sonntagsfrage für Dänemark von Norstat führt Socialdemokraterne mit 28,8%. Es folgen Venstre mit 18,3%, Dansk Folkeparti mit 11,2%, De Rød-Grønne mit 8,2%, Radikale Venstre mit 7,3%, Socialistisk Folkeparti mit 6,9%, Konservative Folkeparti mit 3,6%, Alternativet mit 3,4%, Nye Borgerlige mit 3,2%, Liberal Alliance mit 2,9%, Klaus Riskær Pedersen mit 1,8% und Kristendemokraterne mit 1,5%. Sonstige Parteien erreichen 2,9% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Norstat?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Folketingswahl in Dänemark liegt bei 2%.

Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre + Socialistisk Folkeparti
Mitte-links
55,3%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre + Alternativet
Mitte-links
51,4%
Socialdemokraterne + Venstre
Mitte-links
50,8%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Socialistisk Folkeparti + Alternativet
Mitte-links
50,8%
Socialdemokraterne + Radikale Venstre + Socialistisk Folkeparti + Alternativet
Mitte-links
49,7%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Radikale Venstre
Mitte-links
48,0%
Socialdemokraterne + De Rød-Grønne + Socialistisk Folkeparti
Mitte-links
47,5%
Socialdemokraterne + Radikale Venstre + Socialistisk Folkeparti
Mitte-links
46,4%

Parlamentszusammensetzung laut Norstat

Nach den aktuellen Daten von Norstat würden voraussichtlich 10 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Folketing von Dänemark einziehen: Socialdemokraterne mit 56 Abgeordneten, Venstre mit 35 Abgeordneten, Dansk Folkeparti mit 21 Abgeordneten, De Rød-Grønne mit 16 Abgeordneten, Radikale Venstre mit 14 Abgeordneten, Socialistisk Folkeparti mit 13 Abgeordneten, Konservative Folkeparti mit 7 Abgeordneten, Alternativet mit 6 Abgeordneten, Nye Borgerlige mit 6 Abgeordneten und Liberal Alliance mit 5 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Dänemark

Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten. Davon werden 175 Mandate in Dänemark selbst vergeben, während jeweils zwei Sitze für die Färöer-Inseln und Grönland reserviert sind. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das eine sehr präzise Übereinstimmung zwischen dem landesweiten Stimmenanteil und der Sitzverteilung anstrebt. Dies wird durch ein zweistufiges Verfahren mit Wahlkreismandaten und 40 Ausgleichsmandaten erreicht. Dänemark ist zudem für seine hohe Transparenz und die Tradition der Zusammenarbeit über die politischen Lager hinweg bekannt.

Sperrklausel und Hürden

Dänemark hat eine der niedrigsten parlamentarischen Hürden in Europa: Eine Partei muss lediglich 2% der landesweiten Stimmen erreichen, um in das Folketing einzuziehen. Alternativ kann ein Mandat auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem Wahlkreis oder durch das Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl in einem regionalen Verbund erlangt werden. Diese niedrige 2%-Schwelle fördert eine hohe politische Vielfalt und stellt sicher, dass auch kleinere Parteien und neue politische Bewegungen eine Stimme im nationalen Parlament erhalten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Eine Besonderheit in Dänemark ist der „negative Parlamentarismus“. Dies bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine aktive Mehrheit im Parlament benötigt, sondern lediglich keine Mehrheit gegen sich haben darf. Dies führt häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen. Diese Regierungen stützen sich auf eine oder mehrere Unterstützungsparteien, mit denen sie Vereinbarungen über die politische Agenda treffen. Dieser Prozess zwingt die Regierung dazu, für jedes Gesetz im Folketing kontinuierlich nach Mehrheiten zu suchen, was eine starke Konsenskultur fördert.

Quellen der Daten und Infos

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