Umfrage: Sollte die EU direkte Gespräche mit Wladimir Putin aufnehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden?

Umfrage-Ergebnisse

Informationen zur Umfrage

In der Community Umfrage "Sollte die EU direkte Gespräche mit Wladimir Putin aufnehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden?" antworteten 49% mit "Diplomatie nutzen", 42% mit "Nur mit klaren Kriterien", 9% mit "Nein" und 1% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 2260 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 12.11.2025-17.11.2025 durchgeführt.

Die Stimmen wurden auf Basis demographischer Angaben der Teilnehmenden unterschiedlich gewichtet, um das Ergebnis repräsentativer zu machen. Das Ergebnis ist ein guter Überblick über die politische Stimmung rund um das Thema, aber nach wissenschaftlichen Standards nicht bevölkerrungsrepräsentativ.

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Sollte die EU direkte Gespräche mit Wladimir Putin aufnehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden?
49%
Diplomatie nutzen
42%
Nur mit klaren Kriterien
9%
Nein
1%
Weiß nicht
Beendet
2260 Teilnehmer

Ergebnisse nach Sympathisanten von Parteien

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Diplomatie nutzen
Nur mit klaren Kriterien
Nein
Politiker
89
9
2
Politiker
86
8
6
Toll
51
44
4
Toll
37
47
16
Toll
34
54
12
Super
31
59
9
PolitPro
18
65
16
Politiker
14
65
21

Meinungen und Standpunkte aus der PolitPro Community

Sollte die EU direkte Gespräche mit Wladimir Putin aufnehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden?

Nur mit klaren Kriterien

Direkte Gespräche mit Putin sollten nicht als Zeichen von Schwäche oder als Anerkennung seines Angriffskriegs verstanden werden. Europa darf sich jedoch nicht aus wichtigen Verhandlungen heraushalten, während andere, wie die USA, Fakten schaffen. Gespräche sollten nur dann stattfinden, wenn Russland klare Bedingungen erfüllt, zum Beispiel einen Waffenstillstand oder den Rückzug aus besetzten Gebieten. So bleibt Europa handlungsfähig, ohne seine Werte zu verraten. Diplomatie braucht Prinzipien und klare Grenzen.

Diplomatie nutzen

Obwohl ich nicht glaube, dass Putin darauf eingeht, ist Diplomatie immer richtig und wichtig. Um Druck auszuüben, muss man jedoch weiterhin Waffen liefern. Außerdem sollte man dem Wunsch der Ukraine nachkommen und wehrfähige Männer, die hier geflüchtet sind, abschieben. Die Ukraine braucht Kämpfer. Daher ist Diplomatie wichtig, aber es braucht natürlich auch Druckmittel. Diplomatie funktioniert nur, wenn man etwas anbieten kann.

Diplomatie nutzen

Ich finde es grundsätzlich wichtig, gesprächsbereit zu sein. Dazu gehört aber auch, anzuerkennen, wenn der andere es nicht ist (wie aktuell Putin). In der Zwischenzeit kann man Gesprächsangebote machen und einladen, dass sich der andere melden kann. Vor allem sollte zunächst geklärt werden, wer überhaupt ein relevanter Ansprechpartner für Putin sein kann und für wen er sprechen darf. Als nächstes müsste sichergestellt werden, dass Putin die Person überhaupt als ernsthaften Gesprächspartner anerkennt und ihn nicht wegen eines anstehenden privaten Termins stehen lässt. Dann wäre es entscheidend, Putin davon zu überzeugen, dass er Europa betreffende Themen nicht abschließend mit "Daddy" Trump klären kann, um ernsthafte Gespräche zu beginnen. Davor müsste "Europa" das erst einmal für sich selbst klären, planen, was zu tun ist, und entsprechende Maßnahmen umsetzen.

Diplomatie nutzen

Es sollten klare Eskalationsstufen definiert werden, die der russischen Wirtschaft zunehmend schaden. Ebenso sollten sie gelockert werden, wenn Russland die Angriffe deutlich reduziert oder einstellt oder Fortschritte bei Verhandlungen mit der Ukraine erzielt. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Das Prinzip: Zuckerbrot und Peitsche.

Nur mit klaren Kriterien

Einen direkten Dialog halte ich im Moment für unmöglich. Der Aggressor müsste durch einen sofortigen Waffenstillstand erstmal eine Grundbedingung schaffen, um überhaupt Gespräche beginnen zu können. Dafür wäre es allerdings notwendig, dass die Ukraine militärisch mehr Druck ausübt. Alles in allem ist das im Moment eher unwahrscheinlich.

Diplomatie nutzen

Gespräche sind immer gut und vor allem besser, als wenn Russland mit außereuropäischen Staaten über europäische Themen spricht. Ich bezweifle jedoch, dass solche Gespräche zum Frieden führen.

Diplomatie nutzen

Kriege werden niemals durch mehr Waffen beendet. Waffenlieferungen schützen zwar die Ukraine, kosten uns aber Geld und positionieren uns gegen Russland, was die Diplomatie erschwert. In jedem Krieg gibt es nur zwei Wege, Frieden zu schließen. Entweder erreicht eine Partei ihr Ziel, was die Annexion der Ukraine zur Folge hätte, oder man verhandelt, bis man einen Konsens findet und sich auf Frieden einigt. Als Europäer bleibt uns nur die diplomatische Lösung. Wir dürfen am Ende nicht vergessen: Russland ist auch Teil Europas.

3 Kommentare
1

Was bedeutet „Kriege werden niemals durch Waffen beendet“? Hat Hitler durch Verhandlungen den Krieg beendet? Hat vor Kurzem Aserbaidschan die Armenier durch Verhandlungen überredet, Bergkarabach aufzugeben?

0

Dann korrigiere ich meien Satz: "Kriege werde niemals durch mehr Waffen FRIEDLICH beendet". Wie ich im darauf folgenden Satz auch erläutere, werden Kriege grundsätzlich nur auf zwei Wege beendet. Entweder eine Partei gewinnt den Krieg (wie bei deinem Besipiel) was hierbei die Annexion der Ukraine zur Folge hat oder man verhandelt eben einen Frieden.

2

In Ihrem Kommentar fehlt mir einfach die Empathie für die Ukraine. Die Ukraine gehört ja wohl auch zu Europa und wurde angegriffen! Wir sind (aus meiner Sicht) doch nicht nur eine Wirtschafts-, sondern auch eine Wertegemeinschaft!

Nur mit klaren Kriterien

Mit Putin gibt es erst etwas zu besprechen, wenn er: 1. Die Krim wieder an die Ukraine zurückgibt. 2. Einen Nichtangriffspakt für 34 Jahre einhält. 3. Der Ukraine 792.000.000,00 € als Reparationen zahlt. 4. Die Gebiete nahe der Ukraine demilitarisiert.

1 Kommentare
1

Die Wunschliste, die Sie hier aufführen, ist beeindruckend. Aber das wären wohl eher die Ergebnisse von langwierigen Verhandlungen als eine Voraussetzung dafür.

Diplomatie nutzen

Natürlich sollte es Verhandlungen geben. Einen Konflikt löst man indem beide Parteien miteinander reden. Es wird aber nicht zu Verhandlungen kommen, da sowohl Russland als auch die NATO kompromisslos an ihren imperialistischen Macht- und Kapitalinteressen festhalten. Das zeigt sich in der massiven Aufrüstung beider Seiten und der Einführung der Wehrpflicht. Die Kapitalisten wollen, dass wir für ihre Interessen kämpfen und sterben. Dagegen müssen wir uns wehren!

Nur mit klaren Kriterien

Reicht es denn nicht, dass Trump diesem Kriegstreiber und Mörder den roten Teppich ausgerollt hat? Man sollte niemals die Ursprünge einer Eskalation oder, wie hier, eines Krieges aus den Augen verlieren.

Diplomatie nutzen

Was denn sonst? 1000 Stunden verhandeln ist besser als eine Minute schießen - Helmut Schmidt -

Diplomatie nutzen

Ach, das fällt ihnen ja früh ein. Jetzt ist es im Prinzip schon zu spät, aber besser spät als nie. Zum Glück gibt es Donald Trump, der diesen Krieg durch Diplomatie beendet. Naja, schade, dass die EU lieber neue unsinnige Regeln für Landwirte aufstellt, wodurch die Landwirte pleitegehen, als Kriege zu beenden. Naja, schade um die EU.

2 Kommentare
1

Putin hält sich nicht an das Völkerrecht. Warum sollten wir auf einen Kriegsverbrecher hören? Das wäre genauso, als würden die Bosnier mit Milanovic reden, obwohl er ein Kriegsverbrecher ist.

0

Dann hätten wir mit vielen anderen, eigentlich Verbündeten (vor allem ehemaligen) Präsidenten auch nicht reden dürfen. 😉

Diplomatie nutzen

Wir schaden uns mit all diesen Maßnahmen nur selbst. Gespräche schaden nicht. Und wenn Merz den Harten spielen will, kann er Putin ja zumindest boxen.

Nur mit klaren Kriterien

Reden ist besser als Schießen. Bevor man reden kann, muss der Aggressor aufhören zu schießen.

Nur mit klaren Kriterien

Was soll Appeasement bringen? Es war auch bei Hitler untauglich.

Diplomatie nutzen

Zum Frieden in der Ukraine gehört auch Russland. Der Hass gegen alles Russische unter dem Deckmantel der Unterstützung der Ukraine muss beendet werden.

Nein

Zunächst, diplomatische Kanäle sollten grundsätzlich offen gehalten werden. Dialog ja, aber nur aus einer Position der Stärke heraus. Momentan und die nächste Jahre (!) ist Europa zu schwach um mit einer Stimme zu sprechen und geeint zu handeln. Da das fehlt, wird Europa nur reagieren können. Putin und Trump nehmen Europa nicht ernst und beziehen uns daher nicht in ihre Gespräche mit ein. Zur Zeit müssen wir uns also damit begnügen, die Ukraine so zu unterstützen, bis Putin keine andere Wahl hat, als mit der Ukraine zu Verhandeln. Dann sitzt Europa mit am Verhandlungs-Tisch und ist hoffentlich stark, geeint und abschreckend genug entsprechend positiv aus den Verhandlungen zu kommen.

Nein

Die Frage ist Quatsch. Er redet nicht mit uns.

Kontext und Infos

🇫🇮 Niinistö warnt vor europäischer Isolation

Finnlands früherer Präsident Sauli Niinistö hat einen ungewöhnlichen Appell an europäische Regierungschefs gerichtet: Sie sollten direkt mit Wladimir Putin sprechen. Der Grund ist bemerkenswert – nicht Schwäche, sondern strategische Sorge. Während US-Präsident Donald Trump bereits mit dem Kremlchef verhandelt, droht Europa, bei entscheidenden Gesprächen über den Ukraine-Krieg außen vor zu bleiben. Niinistö warnt deutlich: "Es ist in gewisser Weise absurd, dass die Europäer sagen, dass sie nicht mit dem Kriegsverbrecher Putin sprechen." Stattdessen müssten sich europäische Führungspersonen später anhören, worüber die USA und Russland gesprochen hätten. Das ist für den Kontinent eine unbequeme Position.

⚠️ Der Vermittler, der die Risiken kennt

Niinistö spricht aus Erfahrung. Der finnische Politiker war lange Zeit eine wichtige Kontaktperson zwischen der EU und dem Kreml – eine Rolle, die er auch nach der russischen Invasion der Ukraine 2022 fortsetzte und mit Putin telefonierte. Finnland teilt mit Russland die längste Grenze aller EU- und NATO-Staaten, eine 1.340 Kilometer lange Demarkationslinie, die das Land täglich an die Bedrohung erinnert. Gerade deshalb kennt Niinistö die Machtverhältnisse: "Russland versteht am Ende nur Stärke." Seine Botschaft an Europa lautet nicht, nachzugeben, sondern aktiv mitzugestalten. Wer nicht am Verhandlungstisch sitzt, kann nicht mitbestimmen, wie die Zukunft aussieht.

🛡️ Finnlands doppelte Strategie

Während Niinistö für Gesprächskanäle plädiert, setzt Finnland gleichzeitig auf Stärke. Die aktuelle Außenministerin Elina Valtonen betont, dass das Land seine "Hausaufgaben gemacht hat" – massive Investitionen in Verteidigung und Zivilschutz. Finnland trat 2024 der NATO bei, genau aus Sorge vor dem großen Nachbarn. Die Botschaft ist klar: Dialog ja, aber nicht aus einer Position der Schwäche heraus. Gleichzeitig zeigt Finnland große Sympathie für die Ukraine und fordert für Kiew Luftverteidigung und militärische Unterstützung. Es ist eine Gratwanderung zwischen Verhandlungsbereitschaft und unbeugsamer Sicherheitspolitik.
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