Umfrage und Ergebnisse

Sollte die EU russischen Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben, die Einreise verweigern?

Ja
58
Nein
33
Weiß nicht
10

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 14. März 2026 bis 19. März 2026.

8.196 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Sollte die EU russischen Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben, die Einreise verweigern?" antworteten 58% mit "Ja", 33% mit "Nein" und 10% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 8.196 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 14. März 2026 - 19. März 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Debatte: Meinungen und Standpunkte aus der Community

Weiß nicht

Wenn sie mutmaßlich an Kriegsverbrechen beteiligt waren oder Führungsfunktionen hatten, dann ja, aber nicht grundsätzlich.

Nein

Meistens sind die Soldaten die ersten und größten Opfer eines Krieges, selbst wenn sie den Krieg überleben; insb. gilt das dann, wenn sie zwangsrekrutiert wurden wie es in Rußland die Regel zu sein scheint. Schuld ist individuell zu prüfen und nachzuweisen. Rechtsstaaten tun gut daran, an dieser Regel festzuhalten.

1 Kommentare

1

Rekrutierung ist kein moralischer Ablassbrief. Wer an einem Vernichtungskrieg teilnimmt, kann sich nicht hinter dem System verstecken. Verantwortung lässt sich nicht wegbeordern, sie endet an der eigenen Waffe!

Ja

Die EU hat jedes Recht zu entscheiden, wen sie in ihr Gebiet einreisen lässt – besonders wenn Personen an einem Krieg beteiligt waren. Gleichzeitig sollte man sauber unterscheiden zwischen möglichen Kriegsverbrechern, überzeugten Kämpfern und Menschen, die zwangsweise eingezogen wurden. Pauschale Verbote wirken politisch zwar hart, sind aber selten gerecht und lösen am Ende kaum ein Problem.

Wenn ich ehrlich bin, halte ich das für eine Phobie, die man nicht kontrollieren kann. Jeden russischen Soldaten, der sich schuldig gemacht hat, jeden IS-Kämpfer, jeden syrischen Kriegsverbrecher – wir wissen doch bei niemandem so wirklich 100%, ob er Gutes im Schilde führt. Wer nachweislich Kriegsverbrechen oder Terroranschläge begangen hat, sollte die volle Härte des Gesetzes spüren. Aber sonst gilt die Unschuldsvermutung!

Ja

Während des Krieges halte ich das für eine sinnvolle Idee. Sollte Frieden gemacht werden, ist eine solche Regelung schnellstmöglich wieder aufzuheben.

Nein

Meiner Meinung nach definitiv nicht. Wenn überhaupt, dann sollten Einschränkungen Kriegsverbrecher oder Personen in Führungspositionen treffen. Wieso sollte ein Soldat, der auf Befehl handelt, eine massive Einschränkung dafür bekommen?

1 Kommentare

1

Das Argument des Befehlsgehorsams ist historisch widerlegt. Seit den Nürnberger Prozessen ist klar: Individuelle Verantwortung endet nicht an der Uniform. Wer völkerrechtswidrige Befehle ausführt, kann sich nicht auf seine Rolle als Soldat berufen!

Nein

Was für ein alberner Vorschlag. Sollte die EU amerikanischen Soldaten, die im Irak oder Afghanistan gekämpft haben, die Einreise verweigern? 🤦

4 Kommentare

1

Die haben aber nicht gegen den Westen gekämpft, es geht auch um Sicherheit.

0

Russland kämpft auch nicht gegen den Westen. Die Ukraine ist weder Teil der EU, noch der Nato. Was zählen Sie als nächstes zum Westen? Der Westen schützt nicht mehr das, was zu ihm gehört, sondern das, was er gerne hätte.

2

Die Ukraine ist EU-Beitrittskandidat und natürlich unser Verbündeter. Dieses Volk will zu Europa gehören und soll es auch dürfen, egal was Putin will.

3

Whataboutism hilft hier nicht weiter. Der russische Angriffskrieg ist ein singulärer Bruch mit allen europäischen Werten. Wer Teil dieser Maschinerie ist, hat in einer Wertegemeinschaft wie der EU nichts zu suchen. Punkt.

Ja

Ja, und nicht nur denen. Allerdings frage ich mich, wer das prüfen soll und wie

Sie dürfen kein Einreisevisum erhalten, auch nicht in Orbáns Ungarn. Und die Grenzkontrollen müssen lückenlos erfolgen.

Nein

Es sind schlichtweg Menschen die einreisen wollen und die sollten exakt genauso behandelt werden wie andere Menschen auch - egal welchen Beruf sie ausüben bzw. welche Tätigkeit sie gezwungen waren zu verrichten. Gleiche Regeln und Gesetze für alle!

Weiß nicht

Ich sage es man so: wenn die gekämpft haben, dann ist die Frage warum die es jetzt nicht mehr tun... Und dementsprechend müsste man dann entscheiden

Ja

Es gibt zu viele Kriegsverbrechen und daher muss man leider alle Soldaten erstmal unter Generalverdacht stellen

Ja

Solange Krieg herrscht, ja. Danach nur nach klarem Beweismaterial.

Nein

Nicht die Soldaten kämpfen in der Ukraine. Sie erfüllen nur Befehle. Um den Krieg zu beenden, sollten sich die jeweiligen Präsidenten in einem Raum treffen, und nur einer kommt wieder raus.

Ja

Merz entdeckt Grenz- und Einreisekontrollen für sich? Das schreibe ich mir in den Kalender. Die AfD wirkt!

1 Kommentare

2

Aber bei russischen Soldaten macht die AfD bestimmt eine Ausnahme. Putin verteidigt doch nur präventiv seine Grundrechte. Oder?

Nein

Russen sind doch auch Menschen; deshalb ganz eindeutig dagegen ☀️

Ja

Warum sollten wir sie rein lassen? Fachkräftemangel?

1 Kommentare

1

Warum sollten wir Ukrainer rein lassen?

Ja

Entgegen der Opfer-Erzählung: Russische Militärangehörige sind Akteure des Krieges. Ein EU-Einreiserecht darf es für sie nicht geben!

Nein

Ich finde die Frage echt dämlich. Die russischen Soldaten können nichts dafür, dass sie in den Krieg ziehen müssen. Der Krieg ist für einen Soldaten schon schlimm genug und dann auch noch bestrafen, weil er dazu gezwungen wurde. Ist klar.

Ja

Ein Referendum wäre angebracht.

Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🇪🇺 Acht Staatschefs fordern Reisebann für russische Kämpfer

Bundeskanzler Friedrich Merz und sieben weitere europäische Staats- und Regierungschefs machen ernst: Sie fordern in einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommission und den EU-Rat ein weitreichendes Einreiseverbot für russische Soldaten, die im Ukraine-Krieg gekämpft haben oder noch kämpfen. Das Thema soll bereits beim anstehenden EU-Gipfel am kommenden Donnerstag auf die Tagesordnung. Die Sorge ist groß, dass die mögliche Einreise dieser Kämpfer in den Schengen-Raum ein erhebliches Risiko für die innere Sicherheit der Europäischen Union darstellt.

⚠️ Gefährliche Rückkehrer: Die Angst vor Gewalt und Kriminalität

Die Initiative begründet sich mit gravierenden Sicherheitsbedenken: Die beteiligten Politiker warnen, dass russische Soldaten mit Kampferfahrung Gewaltakte verüben, kriminelle Netzwerke stärken oder extremistische Bewegungen unterstützen könnten. Besonders brisant: Unter den geschätzt 1,5 Millionen Russen, die seit 2022 an Kampfhandlungen teilgenommen haben, befinden sich über 180.000 verurteilte Straftäter, die direkt aus Gefängnissen rekrutiert wurden. Diese Gruppe wird als besonders gefährlich eingestuft, da in Russland bereits ein Zusammenhang zwischen ehemaligen Kämpfern und steigender Gewalt festgestellt wurde.

🗓️ Von Estland angestoßen: Nächster Schritt auf EU-Ebene erwartet

Die Idee eines solchen Einreiseverbots ist nicht neu. Bereits im Januar hatte Estland eine erste Initiative gestartet, um auf die Gefahren durch russische Kriegsrückkehrer aufmerksam zu machen und entsprechende Visa-Verbote durchzusetzen. Die EU hat bereits weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt, darunter auch Einreiseverbote für gelistete Personen und Organisationen. Nun soll geprüft werden, wie bestehende Instrumente konsequenter genutzt werden können, um ein umfassendes Einreiseverbot für alle am Krieg beteiligten russischen Soldaten zu realisieren.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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