Aktuelle Sonntagsfrage zur Bundestagswahl (Allensbach, 23. September 2021)

16. September 2021 - 23. September 2021

1554 Befragte

Nächste Bundestagswahl: 2029

Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Bundesregierung behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Allensbach würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 55,1% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Allensbach?

In der Sonntagsfrage für Deutschland von Allensbach führt SPD mit 26%. Es folgen CDU/CSU mit 25%, Grüne mit 16%, FDP mit 10,5%, AfD mit 10% und Die Linke mit 5%. Sonstige Parteien erreichen 7,5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Allensbach?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Bundestagswahl in Deutschland liegt bei 5%.

Ampelkoalition
Links
56,8%
Jamaika-Koalition
Mitte
55,7%
Schwarz-Rot
Mitte
55,1%
Rot-Rot-Grün
Links
50,8%
Liberale Rechtskoalition
Mitte-rechts
49,2%
Rot-Grün
Links
45,4%
Schwarz-Grün
Mitte
44,3%

Parlamentszusammensetzung laut Allensbach

Nach den aktuellen Daten von Allensbach würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Deutschen Bundestag einziehen: SPD mit 177 Abgeordneten, CDU/CSU mit 170 Abgeordneten, Grüne mit 109 Abgeordneten, FDP mit 72 Abgeordneten, AfD mit 68 Abgeordneten und Die Linke mit 34 Abgeordneten.

Das Wahlsystem der Bundestagswahl in Deutschland

Die Wahl zum Deutschen Bundestag erfolgt nach den Grundsätzen der personalisierten Verhältniswahl. Wähler geben zwei Stimmen ab: Die Erststimme entscheidet über das Direktmandat im Wahlkreis, während die Zweitstimme maßgeblich für die Stärke der Parteien im Parlament ist. Seit der Wahlrechtsreform 2023 ist die Größe des Bundestages auf 630 Abgeordnete festgeschrieben. Eine Besonderheit ist, dass Direktmandate nur noch dann zugeteilt werden, wenn sie durch das Zweitstimmenergebnis der jeweiligen Partei gedeckt sind. Dies verhindert das Entstehen von Überhang- und Ausgleichsmandaten und sorgt für eine transparente Sitzverteilung.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den Bundestag gilt in Deutschland die Fünf-Prozent-Hürde. Parteien müssen mindestens 5% der gültigen Zweitstimmen auf Bundesebene erreichen, um bei der Sitzverteilung berücksichtigt zu werden. Eine wichtige Ausnahme ist die Grundmandatsklausel: Erringt eine Partei mindestens drei Direktmandate, zieht sie auch dann in der Stärke ihres Zweitstimmenergebnisses in den Bundestag ein, wenn sie an der 5%-Hürde scheitert. Diese Regelung sichert die parlamentarische Repräsentation regional stark verwurzelter Parteien und wurde durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2024 in ihrem Kern bestätigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Deutschland ist traditionell von der Suche nach stabilen Koalitionsmehrheiten geprägt, da meist keine Partei die absolute Mehrheit der Sitze alleine erreicht. Nach der Wahl finden Sondierungsgespräche und formale Koalitionsverhandlungen statt, die in einem Koalitionsvertrag münden. Ein spezifisches Merkmal der aktuellen politischen Landschaft ist das Brandmauer-Prinzip: Etablierte Parteien der Mitte schließen Koalitionen mit Kräften am äußeren rechten Rand (insbesondere der AfD] derzeit kategorisch aus. Dies führt dazu, dass oft Dreier-Bündnisse wie die „Jamaika-“ oder „Kenia-Koalition“ notwendig werden, um eine regierungsfähige Mehrheit jenseits der politischen Ränder zu bilden.

Quellen der Daten und Infos

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