Aktuelle Sonntagsfrage zur Bundestagswahl (GMS, 5. Januar 2026)

23. Dezember 2025 - 5. Januar 2026

1027 Befragte

Nächste Bundestagswahl in Deutschland: 2029

Die nächste Bundestagswahl in Deutschland findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Bundesregierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von GMS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 44,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von GMS?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Bundestagswahl von GMS vom 5. Januar 2026 führt AfD mit 27%. Es folgen CDU/CSU mit 24%, SPD mit 15%, Grüne mit 12%, Die Linke mit 10%, BSW mit 4%, FDP mit 3% und Freie Wähler mit 2%. Sonstige Parteien erreichen 3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von GMS?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Bundestagswahl in Deutschland liegt bei 5%.

AfD + CDU
Rechts
65,8%
AfD + Die Linke + BSW
Rechts
58,3%
CDU + Die Linke + Grüne + SPD
Mitte
52,5%
CDU + BSW + Grüne + SPD
Mitte-rechts
51,7%
CDU + Die Linke + BSW
Mitte-rechts
49,2%
AfD + Die Linke
Rechts
48,3%
AfD + BSW
Rechts
47,5%
CDU + BSW + SPD
Mitte-rechts
45,0%

Parlamentszusammensetzung laut Civey

Nach den aktuellen Daten von Civey würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Deutschen Bundestag einziehen: AfD mit 45 Abgeordneten, CDU mit 34 Abgeordneten, Die Linke mit 13 Abgeordneten, BSW mit 12 Abgeordneten, Grüne mit 8 Abgeordneten und SPD mit 8 Abgeordneten.

Das Wahlsystem der Bundestagswahl in Deutschland

Die Wahl zum Deutschen Bundestag erfolgt nach den Grundsätzen der personalisierten Verhältniswahl. Wähler geben zwei Stimmen ab: Die Erststimme entscheidet über das Direktmandat im Wahlkreis, während die Zweitstimme maßgeblich für die Stärke der Parteien im Parlament ist. Seit der Wahlrechtsreform 2023 ist die Größe des Bundestages auf 630 Abgeordnete festgeschrieben. Eine Besonderheit ist, dass Direktmandate nur noch dann zugeteilt werden, wenn sie durch das Zweitstimmenergebnis der jeweiligen Partei gedeckt sind. Dies verhindert das Entstehen von Überhang- und Ausgleichsmandaten und sorgt für eine transparente Sitzverteilung.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den Bundestag gilt in Deutschland die Fünf-Prozent-Hürde. Parteien müssen mindestens 5% der gültigen Zweitstimmen auf Bundesebene erreichen, um bei der Sitzverteilung berücksichtigt zu werden. Eine wichtige Ausnahme ist die Grundmandatsklausel: Erringt eine Partei mindestens drei Direktmandate, zieht sie auch dann in der Stärke ihres Zweitstimmenergebnisses in den Bundestag ein, wenn sie an der 5%-Hürde scheitert. Diese Regelung sichert die parlamentarische Repräsentation regional stark verwurzelter Parteien und wurde durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2024 in ihrem Kern bestätigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Deutschland ist traditionell von der Suche nach stabilen Koalitionsmehrheiten geprägt, da meist keine Partei die absolute Mehrheit der Sitze alleine erreicht. Nach der Wahl finden Sondierungsgespräche und formale Koalitionsverhandlungen statt, die in einem Koalitionsvertrag münden. Ein spezifisches Merkmal der aktuellen politischen Landschaft ist das Brandmauer-Prinzip: Etablierte Parteien der Mitte schließen Koalitionen mit Kräften am äußeren rechten Rand (insbesondere der AfD] derzeit kategorisch aus. Dies führt dazu, dass oft Dreier-Bündnisse wie die „Jamaika-“ oder „Kenia-Koalition“ notwendig werden, um eine regierungsfähige Mehrheit jenseits der politischen Ränder zu bilden.

Quellen der Daten und Infos

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