Aktuelle Sonntagsfrage zur Bundestagswahl (Infratest dimap, 5. August 2020)

3. August 2020 - 5. August 2020

1511 Befragte

Nächste Bundestagswahl: 2029

Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Bundesregierung behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Infratest dimap würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 56,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Infratest dimap?

In der Sonntagsfrage für Deutschland von Infratest dimap führt CDU/CSU mit 38%. Es folgen Grüne mit 18%, SPD mit 15%, AfD mit 11%, Die Linke mit 7% und FDP mit 6%. Sonstige Parteien erreichen 5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Infratest dimap?

84

PolitPro Score

Infratest dimap erreicht im PolitPro Score 84 von 100 Punkten.

1,6

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Infratest dimap zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,6 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Bundestagswahl in Deutschland liegt bei 5%.

Schwarz-Grün
Mitte
59,0%
Schwarz-Rot
Mitte-rechts
56,0%
Rechts-Koalition
Rechts
51,7%
Schwarz-Gelb
Mitte-rechts
46,3%

Parlamentszusammensetzung laut Infratest dimap

Nach den aktuellen Daten von Infratest dimap würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Deutschen Bundestag einziehen: CDU/CSU mit 253 Abgeordneten, Grüne mit 119 Abgeordneten, SPD mit 100 Abgeordneten, AfD mit 73 Abgeordneten, Die Linke mit 46 Abgeordneten und FDP mit 39 Abgeordneten.

Das Wahlsystem der Bundestagswahl in Deutschland

Die Wahl zum Deutschen Bundestag erfolgt nach den Grundsätzen der personalisierten Verhältniswahl. Wähler geben zwei Stimmen ab: Die Erststimme entscheidet über das Direktmandat im Wahlkreis, während die Zweitstimme maßgeblich für die Stärke der Parteien im Parlament ist. Seit der Wahlrechtsreform 2023 ist die Größe des Bundestages auf 630 Abgeordnete festgeschrieben. Eine Besonderheit ist, dass Direktmandate nur noch dann zugeteilt werden, wenn sie durch das Zweitstimmenergebnis der jeweiligen Partei gedeckt sind. Dies verhindert das Entstehen von Überhang- und Ausgleichsmandaten und sorgt für eine transparente Sitzverteilung.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den Bundestag gilt in Deutschland die Fünf-Prozent-Hürde. Parteien müssen mindestens 5% der gültigen Zweitstimmen auf Bundesebene erreichen, um bei der Sitzverteilung berücksichtigt zu werden. Eine wichtige Ausnahme ist die Grundmandatsklausel: Erringt eine Partei mindestens drei Direktmandate, zieht sie auch dann in der Stärke ihres Zweitstimmenergebnisses in den Bundestag ein, wenn sie an der 5%-Hürde scheitert. Diese Regelung sichert die parlamentarische Repräsentation regional stark verwurzelter Parteien und wurde durch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2024 in ihrem Kern bestätigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Deutschland ist traditionell von der Suche nach stabilen Koalitionsmehrheiten geprägt, da meist keine Partei die absolute Mehrheit der Sitze alleine erreicht. Nach der Wahl finden Sondierungsgespräche und formale Koalitionsverhandlungen statt, die in einem Koalitionsvertrag münden. Ein spezifisches Merkmal der aktuellen politischen Landschaft ist das Brandmauer-Prinzip: Etablierte Parteien der Mitte schließen Koalitionen mit Kräften am äußeren rechten Rand (insbesondere der AfD] derzeit kategorisch aus. Dies führt dazu, dass oft Dreier-Bündnisse wie die „Jamaika-“ oder „Kenia-Koalition“ notwendig werden, um eine regierungsfähige Mehrheit jenseits der politischen Ränder zu bilden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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