Aktuelle Sonntagsfrage zur Riigikogu-Wahl in Estland (Norstat, 16. März 2025)

10. März 2025 - 16. März 2025

1000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Estland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Estland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle estnische Regierung ohne Mehrheit im Riigikogu

Basierend auf der Projektion von Norstat würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 17,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Norstat?

In der Sonntagsfrage für Estland von Norstat führt Isamaa mit 33,6%. Es folgen EKRE mit 18,1%, Reformierakond mit 16,2%, Keskerakond mit 14,9%, SDE mit 8,8%, Parempoolsed mit 3,3%, E200 mit 1,7%, EER mit 1,2% und Koos mit 0,8%. Sonstige Parteien erreichen 1,4% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Norstat?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Estland liegt bei 5%.

Isamaa + EKRE
Rechts
57,4%
Isamaa + Reformierakond
Mitte-rechts
55,4%
Isamaa + Keskerakond
Rechts
53,5%
Isamaa + SDE
Mitte-rechts
46,5%
Reformierakond + Keskerakond + SDE
Mitte-links
42,6%

Parlamentszusammensetzung laut Norstat

Nach den aktuellen Daten von Norstat würden voraussichtlich 5 Parteien die 5-Prozent-Hürde überwinden und in die estnische Riigikogu einziehen: Isamaa mit 38 Abgeordneten, EKRE mit 20 Abgeordneten, Reformierakond mit 18 Abgeordneten, Keskerakond mit 16 Abgeordneten und SDE mit 9 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Estland

Das estnische Parlament (Riigikogu] umfasst 101 Abgeordnete, die alle vier Jahre nach einem Verhältniswahlsystem gewählt werden. Das Land ist in 12 Mehrpersonen-Wahlkreise unterteilt. Estland ist weltweiter Vorreiter beim sogenannten „i-Voting“: Bürger können ihre Stimme sicher über das Internet abgeben, was bereits von mehr als der Hälfte der Wählerschaft genutzt wird. Die Sitzverteilung erfolgt in drei Stufen – über einfache Quoten in den Wahlkreisen, Listenmandate auf Bezirksebene und schließlich über Ausgleichsmandate auf nationaler Ebene, um eine hohe Proportionalität zu gewährleisten.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den Riigikogu gilt in Estland eine landesweite Sperrklausel von 5%. Parteien müssen diesen Anteil der gültigen Stimmen erreichen, um bei der Verteilung der Listen- und Ausgleichsmandate berücksichtigt zu werden. Einzelkandidaten können jedoch auch ohne das Erreichen der 5%-Hürde in das Parlament einziehen, sofern sie in ihrem jeweiligen Wahlkreis eine einfache Quote (das sogenannte persönliche Mandat] erreichen. Diese Regelung sichert eine Balance zwischen der Stabilität des Parteiensystems und der Bedeutung starker lokaler Persönlichkeiten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist zu einem Parlament mit mehreren Parteien führt, sind Koalitionsregierungen in Estland die Regel. Nach der Wahl ernennt der Präsident einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten – üblicherweise den Vorsitzenden der stärksten Partei –, der dann versucht, eine Koalition zu bilden. Die neue Regierung benötigt die formale Zustimmung des Riigikogu, um ihr Amt anzutreten. Die estnische Politik ist oft von pragmatischen Bündnissen geprägt, die sich häufig auf Themen wie Digitalisierung, wirtschaftliche Stabilität und die nationale Sicherheit konzentrieren.

Quellen der Daten und Infos

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