Aktuelle Sonntagsfrage zur Riigikogu-Wahl in Estland (Turu-uuringute AS, 20. Februar 2019)

7. Februar 2019 - 20. Februar 2019

4716 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Estland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Estland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle estnische Regierung ohne Mehrheit im Riigikogu

Basierend auf der Projektion von Turu-uuringute AS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 26,7% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Turu-uuringute AS?

In der Sonntagsfrage für Estland von Turu-uuringute AS führt Keskerakond mit 28%. Es folgen Reformierakond mit 24%, EKRE mit 17%, SDE mit 11%, Isamaa mit 10%, E200 mit 4%, EER mit 3% und EVA mit 2%. Sonstige Parteien erreichen 1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Turu-uuringute AS?

62

PolitPro Score

Turu-uuringute AS erreicht im PolitPro Score 62 von 100 Punkten.

2,3

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Turu-uuringute AS zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 2,3 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Estland liegt bei 5%.

PolitPro Analyse
Wahrscheinlichkeit einer absoluten Mehrheit
  • KE
    ??%
  • RE
    ??%
  • EKRE
    ??%
Wahrscheinlichkeit für den Wahlsieg
  • KE
    ??%
  • RE
    ??%
  • EKRE
    ??%
  • SDE
    ??%
  • I
    ??%
Wahrscheinlichkeit des Einzugs ins Parlament
  • E200
    ??%
  • EER
    ??%

Wie funktioniert die PolitPro Analyse?

Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.

Keskerakond + Reformierakond
Mitte
58,4%
Reformierakond + EKRE + Isamaa
Mitte-rechts
56,4%
Keskerakond + SDE + Isamaa
Mitte
54,5%
Reformierakond + SDE + Isamaa
Mitte-links
49,5%
Reformierakond + EKRE
Mitte-rechts
45,5%
Keskerakond + SDE
Mitte
43,6%
Keskerakond + Isamaa
Mitte-rechts
42,6%

Parlamentszusammensetzung laut Turu-uuringute AS

Nach den aktuellen Daten von Turu-uuringute AS würden voraussichtlich 5 Parteien die 5-Prozent-Hürde überwinden und in die estnische Riigikogu einziehen: Keskerakond mit 32 Abgeordneten, Reformierakond mit 27 Abgeordneten, EKRE mit 19 Abgeordneten, SDE mit 12 Abgeordneten und Isamaa mit 11 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Estland

Das estnische Parlament (Riigikogu] umfasst 101 Abgeordnete, die alle vier Jahre nach einem Verhältniswahlsystem gewählt werden. Das Land ist in 12 Mehrpersonen-Wahlkreise unterteilt. Estland ist weltweiter Vorreiter beim sogenannten „i-Voting“: Bürger können ihre Stimme sicher über das Internet abgeben, was bereits von mehr als der Hälfte der Wählerschaft genutzt wird. Die Sitzverteilung erfolgt in drei Stufen – über einfache Quoten in den Wahlkreisen, Listenmandate auf Bezirksebene und schließlich über Ausgleichsmandate auf nationaler Ebene, um eine hohe Proportionalität zu gewährleisten.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den Riigikogu gilt in Estland eine landesweite Sperrklausel von 5%. Parteien müssen diesen Anteil der gültigen Stimmen erreichen, um bei der Verteilung der Listen- und Ausgleichsmandate berücksichtigt zu werden. Einzelkandidaten können jedoch auch ohne das Erreichen der 5%-Hürde in das Parlament einziehen, sofern sie in ihrem jeweiligen Wahlkreis eine einfache Quote (das sogenannte persönliche Mandat] erreichen. Diese Regelung sichert eine Balance zwischen der Stabilität des Parteiensystems und der Bedeutung starker lokaler Persönlichkeiten.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist zu einem Parlament mit mehreren Parteien führt, sind Koalitionsregierungen in Estland die Regel. Nach der Wahl ernennt der Präsident einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten – üblicherweise den Vorsitzenden der stärksten Partei –, der dann versucht, eine Koalition zu bilden. Die neue Regierung benötigt die formale Zustimmung des Riigikogu, um ihr Amt anzutreten. Die estnische Politik ist oft von pragmatischen Bündnissen geprägt, die sich häufig auf Themen wie Digitalisierung, wirtschaftliche Stabilität und die nationale Sicherheit konzentrieren.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Hilf uns, unabhängig zu bleiben

Deine Unterstützung schützt PolitPro vor dem Einfluss von Lobbygruppen und Parteien.

Feedback geben

Erzähle uns, wie wir PolitPro für dich noch besser machen können!

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.