Europe of Sovereign Nations im Überblick

Flagge von EU-Parlament

Europe of Sovereign Nations

Europa der Souveränen Nationen

Europa der Souveränen Nationen (ESN) ist eine rechtsextreme Fraktion im Europäischen Parlament, die eine radikale Rückbesinnung auf die Nationalstaaten fordert. Sie gilt als die am weitesten rechts stehende Fraktion und setzt sich aus Parteien zusammen, die den aktuellen Kurs der EU fundamental ablehnen und teils unter Beobachtung nationaler Verfassungsschutzbehörden stehen.

Werte und Weltanschauung

Das Fundament der ESN bildet der "Ethnonationalismus". Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Europa kein gemeinsames politisches Projekt, sondern lediglich ein Verbund streng voneinander abgegrenzter, kulturell homogener Vaterländer sein sollte. Die Fraktion lehnt Supranationalität und Multikulturalismus strikt ab. Ihr Weltbild ist von einem tiefen Misstrauen gegenüber globalen Institutionen und dem Glauben an eine existenzielle Bedrohung der nationalen Identitäten durch Migration und äußere Einflüsse geprägt. Der Staat wird hier primär als Schutzraum für das eigene Volk verstanden.

Politische Schwerpunkte

Die Agenda der ESN fokussiert sich auf die kompromisslose Schließung der Außengrenzen und die Remigration von Zuwanderern. Wirtschaftspolitisch fordert sie den Rückbau von EU-Kompetenzen und die Wiederherstellung voller fiskalischer Souveränität. Sie bedient gezielt Wählergruppen, die sich vom liberalen Establishment sowie der Globalisierung abgehängt fühlen und eine Rückkehr zu traditionellen gesellschaftlichen Werten suchen. Klimaschutzmaßnahmen werden meist als Belastung für die nationale Wirtschaft abgelehnt, während die Förderung der heimischen Industrie und die Stärkung der Kernfamilie Priorität genießen.

Rolle im politischen System

Strategisch positioniert sich die ESN als "Anti-System-Kraft" innerhalb der EU-Institutionen. Während andere rechte Blöcke nach Regierungsfähigkeit oder Kooperation mit konservativen Kräften streben, setzt die ESN auf Provokation und Fundamentalopposition. Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat und zur liberalen Demokratie ist spannungsreich, da sie die parlamentarische Bühne oft nutzt, um die Legitimität der EU-Organe selbst infrage zu stellen. Sie fungiert als Sammelbecken für radikale Kräfte, denen etablierte rechtspopulistische Fraktionen bereits zu gemäßigt oder zu kompromissbereit gegenüber Brüssel erscheinen.

Historische Wahlergebnisse

Europe of Sovereign Nations: Entwicklung der Wahlergebnisse in EU-Parlament

Chronik der Regierungsbeteiligungen seit 1945

Kontinuität der Macht: Historische Regierungsrollen
Regierung angeführt
In der Regierung
0

Kabinette insgesamt

Gesamtdauer: -

0

Geführte Kabinette

Gesamtdauer: -

0

Koalitionsbeteiligungen

Gesamtdauer: -

0%

Gesamtanteil an der Regierungszeit

In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.

Bisher keine Regierungsbeteiligungen

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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ParlGov – Parliamentary Democracy Data

Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.

Mehr

Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.

CHES – Chapel Hill Expert Survey

Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.

Mehr

Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”