Europe of Sovereign Nations
Europa der Souveränen Nationen
Europa der Souveränen Nationen
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Das Fundament der ESN bildet der "Ethnonationalismus". Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Europa kein gemeinsames politisches Projekt, sondern lediglich ein Verbund streng voneinander abgegrenzter, kulturell homogener Vaterländer sein sollte. Die Fraktion lehnt Supranationalität und Multikulturalismus strikt ab. Ihr Weltbild ist von einem tiefen Misstrauen gegenüber globalen Institutionen und dem Glauben an eine existenzielle Bedrohung der nationalen Identitäten durch Migration und äußere Einflüsse geprägt. Der Staat wird hier primär als Schutzraum für das eigene Volk verstanden.
Die Agenda der ESN fokussiert sich auf die kompromisslose Schließung der Außengrenzen und die Remigration von Zuwanderern. Wirtschaftspolitisch fordert sie den Rückbau von EU-Kompetenzen und die Wiederherstellung voller fiskalischer Souveränität. Sie bedient gezielt Wählergruppen, die sich vom liberalen Establishment sowie der Globalisierung abgehängt fühlen und eine Rückkehr zu traditionellen gesellschaftlichen Werten suchen. Klimaschutzmaßnahmen werden meist als Belastung für die nationale Wirtschaft abgelehnt, während die Förderung der heimischen Industrie und die Stärkung der Kernfamilie Priorität genießen.
Strategisch positioniert sich die ESN als "Anti-System-Kraft" innerhalb der EU-Institutionen. Während andere rechte Blöcke nach Regierungsfähigkeit oder Kooperation mit konservativen Kräften streben, setzt die ESN auf Provokation und Fundamentalopposition. Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat und zur liberalen Demokratie ist spannungsreich, da sie die parlamentarische Bühne oft nutzt, um die Legitimität der EU-Organe selbst infrage zu stellen. Sie fungiert als Sammelbecken für radikale Kräfte, denen etablierte rechtspopulistische Fraktionen bereits zu gemäßigt oder zu kompromissbereit gegenüber Brüssel erscheinen.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”