Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Finnland (Kantar Public, 8. September 2023)

14. August 2023 - 8. September 2023

2456 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Finnland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Finnland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle finnische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Kantar Public würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 44,5% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Kantar Public?

Laut der jüngsten Sonntagsfrage des Instituts Kantar Public für Finnland liegt SDP mit 21,6% vorn. Dahinter folgen Kokoomus mit 21%, Perussuomalaiset mit 18,4%, Suomen Keskusta mit 9,8%, Vihreä liitto mit 8,6%, Vasemmistoliitto mit 8,3%, Svenska folkpartiet mit 4,2%, Kristillisdemokraatit mit 4,1% und Liike Nyt mit 1,8%. Sonstige Parteien erreichen 2,2% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Kantar Public?

75

PolitPro Score

Kantar Public erreicht im PolitPro Score 75 von 100 Punkten.

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Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Kantar Public zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Wahl in Finnland gibt es keine Sperrklausel.

Parlamentszusammensetzung laut Kantar Public

Nach den aktuellen Daten von Kantar Public würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das finnische Parlament (Eduskunta) einziehen: SDP mit 45 Abgeordneten, Kokoomus mit 43 Abgeordneten, Perussuomalaiset mit 38 Abgeordneten, Suomen Keskusta mit 20 Abgeordneten, Vihreä liitto mit 18 Abgeordneten, Vasemmistoliitto mit 17 Abgeordneten, Svenska folkpartiet mit 8 Abgeordneten, Kristillisdemokraatit mit 8 Abgeordneten und Liike Nyt mit 3 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Finnland

Das finnische Parlament (Eduskunta] besteht aus 200 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in 13 Wahlkreise unterteilt. In Finnland wird ein Verhältniswahlrecht mit offenen Listen angewendet: Wähler müssen ihre Stimme zwingend einem spezifischen Kandidaten geben, nicht nur einer Partei. Die Gesamtzahl der Stimmen für alle Kandidaten einer Partei bestimmt die Anzahl der Sitze für diese Partei, während die Stimmen für die einzelnen Personen entscheiden, wer innerhalb der Liste ins Parlament einzieht. Eine Ausnahme bildet Åland, das einen festen Sitz im Parlament innehat.

Sperrklausel und Hürden

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Finnland keine gesetzlich festgelegte prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Anzahl der Mandate im jeweiligen Wahlkreis – das sogenannte natürliche Quorum. In Wahlkreisen mit vielen Sitzen, wie Helsinki, ist es für kleine Parteien einfacher, ein Mandat zu erringen, als in kleineren Wahlkreisen. Dies führt zu einer vielfältigen Parteienlandschaft im Eduskunta.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da keine Partei in Finnland allein die absolute Mehrheit erreicht, sind Koalitionsregierungen die Regel. Diese bestehen oft aus vier oder mehr Parteien, um eine stabile Mehrheit im Parlament abzusichern. Nach der Wahl führt der Vorsitzende der größten Partei die Verhandlungen zur Regierungsbildung. Ein charakteristisches Merkmal ist das detaillierte Regierungsprogramm, das als bindende Arbeitsgrundlage für die gesamte Legislaturperiode dient. Die Regierung muss nach ihrer Bildung vom Parlament durch eine Wahl des Ministerpräsidenten bestätigt werden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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