Kantar TNS
HS
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
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2412 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Finnland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.
Basierend auf der Projektion von Kantar TNS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 46,5% der Parlamentssitze erhalten.
In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Finnland von Kantar TNS vom 10. Februar 2023 führt Kokoomus mit 21,3 %. Dahinter liegen Perussuomalaiset mit 20%, SDP mit 19,2%, Suomen Keskusta mit 9,6%, Vihreä liitto mit 9,4%, Vasemmistoliitto mit 8%, Svenska folkpartiet mit 4,4%, Kristillisdemokraatit mit 3,9% und Liike Nyt mit 2%. Sonstige Parteien erreichen 2,2% der Stimmen.
Kantar TNS erreicht im PolitPro Score 89 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Kantar TNS zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 0,8 Prozentpunkte ab.
Bei der Wahl in Finnland gibt es keine Sperrklausel.
Nach den aktuellen Daten von Taloustutkimus würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das finnische Parlament (Eduskunta) einziehen: SDP mit 52 Abgeordneten, Kokoomus mit 39 Abgeordneten, Perussuomalaiset mit 30 Abgeordneten, Suomen Keskusta mit 28 Abgeordneten, Vasemmistoliitto mit 19 Abgeordneten, Vihreä liitto mit 15 Abgeordneten, Svenska folkpartiet mit 8 Abgeordneten, Kristillisdemokraatit mit 7 Abgeordneten und Liike Nyt mit 2 Abgeordneten.
Das finnische Parlament (Eduskunta] besteht aus 200 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in 13 Wahlkreise unterteilt. In Finnland wird ein Verhältniswahlrecht mit offenen Listen angewendet: Wähler müssen ihre Stimme zwingend einem spezifischen Kandidaten geben, nicht nur einer Partei. Die Gesamtzahl der Stimmen für alle Kandidaten einer Partei bestimmt die Anzahl der Sitze für diese Partei, während die Stimmen für die einzelnen Personen entscheiden, wer innerhalb der Liste ins Parlament einzieht. Eine Ausnahme bildet Åland, das einen festen Sitz im Parlament innehat.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Finnland keine gesetzlich festgelegte prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Anzahl der Mandate im jeweiligen Wahlkreis – das sogenannte natürliche Quorum. In Wahlkreisen mit vielen Sitzen, wie Helsinki, ist es für kleine Parteien einfacher, ein Mandat zu erringen, als in kleineren Wahlkreisen. Dies führt zu einer vielfältigen Parteienlandschaft im Eduskunta.
Da keine Partei in Finnland allein die absolute Mehrheit erreicht, sind Koalitionsregierungen die Regel. Diese bestehen oft aus vier oder mehr Parteien, um eine stabile Mehrheit im Parlament abzusichern. Nach der Wahl führt der Vorsitzende der größten Partei die Verhandlungen zur Regierungsbildung. Ein charakteristisches Merkmal ist das detaillierte Regierungsprogramm, das als bindende Arbeitsgrundlage für die gesamte Legislaturperiode dient. Die Regierung muss nach ihrer Bildung vom Parlament durch eine Wahl des Ministerpräsidenten bestätigt werden.