Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Finnland (Taloustutkimus, 10. Februar 2023)

16. Januar 2023 - 10. Februar 2023

2459 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Finnland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Finnland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle finnische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Taloustutkimus würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 45,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Taloustutkimus?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Finnland von Taloustutkimus vom 10. Februar 2023 führt Kokoomus mit 20,8 %. Dahinter liegen SDP mit 19,9%, Perussuomalaiset mit 19%, Suomen Keskusta mit 9,5%, Vasemmistoliitto mit 9%, Vihreä liitto mit 8,9%, Svenska folkpartiet mit 4,4%, Kristillisdemokraatit mit 3,6% und Liike Nyt mit 1,5%. Sonstige Parteien erreichen 3,4% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Taloustutkimus?

88

PolitPro Score

Taloustutkimus erreicht im PolitPro Score 88 von 100 Punkten.

0,9

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Taloustutkimus zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 0,9 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Wahl in Finnland gibt es keine Sperrklausel.

SDP + Kokoomus + Suomen Keskusta
Mitte
58,0%
SDP + Suomen Keskusta + Vasemmistoliitto + Vihreä liitto
Mitte-links
56,0%
SDP + Kokoomus + Vihreä liitto
Mitte-links
53,0%
Kokoomus + Perussuomalaiset + Suomen Keskusta + Kristillisdemokraatit
Mitte-rechts
52,5%
Kokoomus + Perussuomalaiset + Suomen Keskusta + Svenska folkpartiet
Mitte
51,5%
SDP + Suomen Keskusta + Vihreä liitto + Kristillisdemokraatit
Mitte-links
51,0%
Kokoomus + Perussuomalaiset + Suomen Keskusta
Mitte
48,5%
SDP + Suomen Keskusta + Vasemmistoliitto
Mitte-links
47,5%

Parlamentszusammensetzung laut Taloustutkimus

Nach den aktuellen Daten von Taloustutkimus würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das finnische Parlament (Eduskunta) einziehen: SDP mit 50 Abgeordneten, Kokoomus mit 39 Abgeordneten, Perussuomalaiset mit 31 Abgeordneten, Suomen Keskusta mit 27 Abgeordneten, Vasemmistoliitto mit 18 Abgeordneten, Vihreä liitto mit 17 Abgeordneten, Kristillisdemokraatit mit 8 Abgeordneten, Svenska folkpartiet mit 6 Abgeordneten und Liike Nyt mit 4 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Finnland

Das finnische Parlament (Eduskunta] besteht aus 200 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in 13 Wahlkreise unterteilt. In Finnland wird ein Verhältniswahlrecht mit offenen Listen angewendet: Wähler müssen ihre Stimme zwingend einem spezifischen Kandidaten geben, nicht nur einer Partei. Die Gesamtzahl der Stimmen für alle Kandidaten einer Partei bestimmt die Anzahl der Sitze für diese Partei, während die Stimmen für die einzelnen Personen entscheiden, wer innerhalb der Liste ins Parlament einzieht. Eine Ausnahme bildet Åland, das einen festen Sitz im Parlament innehat.

Sperrklausel und Hürden

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Finnland keine gesetzlich festgelegte prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Anzahl der Mandate im jeweiligen Wahlkreis – das sogenannte natürliche Quorum. In Wahlkreisen mit vielen Sitzen, wie Helsinki, ist es für kleine Parteien einfacher, ein Mandat zu erringen, als in kleineren Wahlkreisen. Dies führt zu einer vielfältigen Parteienlandschaft im Eduskunta.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da keine Partei in Finnland allein die absolute Mehrheit erreicht, sind Koalitionsregierungen die Regel. Diese bestehen oft aus vier oder mehr Parteien, um eine stabile Mehrheit im Parlament abzusichern. Nach der Wahl führt der Vorsitzende der größten Partei die Verhandlungen zur Regierungsbildung. Ein charakteristisches Merkmal ist das detaillierte Regierungsprogramm, das als bindende Arbeitsgrundlage für die gesamte Legislaturperiode dient. Die Regierung muss nach ihrer Bildung vom Parlament durch eine Wahl des Ministerpräsidenten bestätigt werden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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