Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Griechenland (Interview, 28. April 2025)

24. April 2025 - 28. April 2025

1905 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Griechenland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Griechenland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle griechische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Interview würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 31,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Interview?

In der Sonntagsfrage für Griechenland von Interview führt Nea Dimokratia mit 28%. Es folgen PASOK mit 13,2%, Plefsi Eleftherias mit 12,7%, Ellinikí Lýsi mit 9,2%, Kommounistikó mit 8,1%, SYRIZA mit 4,6%, Kínima Dimokratías mit 4,5%, Foní Logikís mit 3,9%, MeRA25 mit 3,9%, NIKI mit 3,7%, Néa Aristerá mit 1,6% und Spartiátes mit 1,4%. Sonstige Parteien erreichen 5,2% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Interview?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Griechenland liegt bei 3%.

Nea Dimokratia + PASOK + Kínima Dimokratías
Mitte
50,3%
Nea Dimokratia + PASOK + Foní Logikís
Mitte
49,7%
Nea Dimokratia + PASOK
Mitte
45,7%
Nea Dimokratia + Ellinikí Lýsi + NIKI
Mitte-rechts
45,0%
Nea Dimokratia + Ellinikí Lýsi + Foní Logikís
Mitte-rechts
45,0%

Parlamentszusammensetzung laut Interview

Nach den aktuellen Daten von Interview würden voraussichtlich 10 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das griechische Parlament einziehen: Nea Dimokratia mit 93 Abgeordneten, PASOK mit 44 Abgeordneten, Plefsi Eleftherias mit 42 Abgeordneten, Ellinikí Lýsi mit 30 Abgeordneten, Kommounistikó mit 26 Abgeordneten, SYRIZA mit 15 Abgeordneten, Kínima Dimokratías mit 14 Abgeordneten, Foní Logikís mit 12 Abgeordneten, MeRA25 mit 12 Abgeordneten und NIKI mit 12 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Griechenland

Das griechische Parlament (Vouli ton Ellinon] besteht aus 300 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Griechenland nutzt ein verstärktes Verhältniswahlrecht. Das bedeutet, dass der Großteil der Sitze proportional vergeben wird, die stärkste Partei jedoch unter bestimmten Bedingungen einen Sitzbonus (Bonus-System] erhält. Dieser Bonus ist degressiv gestaltet und hilft der siegreichen Partei, eine absolute Mehrheit der Sitze zu erreichen, um eine stabile Einparteienregierung zu bilden. Die Wähler geben ihre Stimme für Parteilisten ab, können aber durch Kreuzchen neben den Namen der Kandidaten (Präferenzstimmen] mitbestimmen, wer die Mandate der Partei besetzt.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine politische Partei in das griechische Parlament einziehen kann, muss sie eine landesweite Sperrklausel von 3% der gültigen Stimmen überspringen. Diese Hürde gilt sowohl für einzelne Parteien als auch für Parteienbündnisse. Parteien, die unter dieser Schwelle bleiben, werden bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt. Die Stimmen für Parteien unterhalb der 3%-Hürde werden bei der Berechnung der Mandate für die qualifizierten Parteien proportional umgelegt, was die Bildung parlamentarischer Mehrheiten zusätzlich erleichtert.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Griechenland folgt dem Ziel der Stabilität. Der Präsident der Republik erteilt dem Führer der Partei mit den meisten Sitzen das Mandat zur Regierungsbildung. Dank des Bonus-Systems ist es in Griechenland häufiger als in anderen europäischen Ländern möglich, dass eine Partei allein regiert. Reichen die Sitze nicht für eine absolute Mehrheit (151 von 300 Sitzen], werden explorative Mandate an die zweit- und drittstärksten Parteien vergeben, um Koalitionsmöglichkeiten zu prüfen. Scheitern alle Versuche, werden Neuwahlen angesetzt, die oft unter einem Wahlsystem stattfinden, das die Mehrheitsbildung begünstigt.

Quellen der Daten und Infos

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