Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Griechenland (MRB, 12. Dezember 2025)

4. Dezember 2025 - 12. Dezember 2025

2000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Griechenland: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Griechenland findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle griechische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von MRB würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 39,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von MRB?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Griechenland von MRB vom 12. Dezember 2025 führt Nea Dimokratia mit 29,2%. Dahinter liegen PASOK mit 14,1%, Ellinikí Lýsi mit 11,7%, Plefsi Eleftherias mit 9,7%, Kommounistikó mit 8,6%, SYRIZA mit 7,7%, Foní Logikís mit 5%, MeRA25 mit 3%, NIKI mit 2,5%, Kínima Dimokratías mit 1,9% und Néa Aristerá mit 1,5%. Sonstige Parteien erreichen 5,1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von MRB?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Griechenland liegt bei 3%.

Nea Dimokratia + PASOK
Mitte
53,7%
Nea Dimokratia + Ellinikí Lýsi
Mitte-rechts
51,3%
Nea Dimokratia + Foní Logikís
Mitte-rechts
44,3%

Parlamentszusammensetzung laut MRB

Nach den aktuellen Daten von MRB würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das griechische Parlament einziehen: Nea Dimokratia mit 118 Abgeordneten, PASOK mit 43 Abgeordneten, Ellinikí Lýsi mit 36 Abgeordneten, Plefsi Eleftherias mit 30 Abgeordneten, Kommounistikó mit 26 Abgeordneten, SYRIZA mit 23 Abgeordneten, Foní Logikís mit 15 Abgeordneten und MeRA25 mit 9 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Griechenland

Das griechische Parlament (Vouli ton Ellinon] besteht aus 300 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Griechenland nutzt ein verstärktes Verhältniswahlrecht. Das bedeutet, dass der Großteil der Sitze proportional vergeben wird, die stärkste Partei jedoch unter bestimmten Bedingungen einen Sitzbonus (Bonus-System] erhält. Dieser Bonus ist degressiv gestaltet und hilft der siegreichen Partei, eine absolute Mehrheit der Sitze zu erreichen, um eine stabile Einparteienregierung zu bilden. Die Wähler geben ihre Stimme für Parteilisten ab, können aber durch Kreuzchen neben den Namen der Kandidaten (Präferenzstimmen] mitbestimmen, wer die Mandate der Partei besetzt.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine politische Partei in das griechische Parlament einziehen kann, muss sie eine landesweite Sperrklausel von 3% der gültigen Stimmen überspringen. Diese Hürde gilt sowohl für einzelne Parteien als auch für Parteienbündnisse. Parteien, die unter dieser Schwelle bleiben, werden bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt. Die Stimmen für Parteien unterhalb der 3%-Hürde werden bei der Berechnung der Mandate für die qualifizierten Parteien proportional umgelegt, was die Bildung parlamentarischer Mehrheiten zusätzlich erleichtert.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Griechenland folgt dem Ziel der Stabilität. Der Präsident der Republik erteilt dem Führer der Partei mit den meisten Sitzen das Mandat zur Regierungsbildung. Dank des Bonus-Systems ist es in Griechenland häufiger als in anderen europäischen Ländern möglich, dass eine Partei allein regiert. Reichen die Sitze nicht für eine absolute Mehrheit (151 von 300 Sitzen], werden explorative Mandate an die zweit- und drittstärksten Parteien vergeben, um Koalitionsmöglichkeiten zu prüfen. Scheitern alle Versuche, werden Neuwahlen angesetzt, die oft unter einem Wahlsystem stattfinden, das die Mehrheitsbildung begünstigt.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.