Scottish National Party
Schottische Nationalpartei
Schottische Nationalpartei
Mitte-links/Regional
Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament der SNP bildet ein inklusiver, staatsbürgerlicher Nationalismus, der sich explizit von ethnischen Abgrenzungen distanziert. Ihr Weltbild ist geprägt von der Überzeugung, dass Schottland über eine eigenständige politische Identität verfügt, die am besten durch Selbstbestimmung ("Home Rule") gewahrt wird. Die Partei verbindet den Wunsch nach Souveränität mit sozialdemokratischen Werten: Sie begreift den Staat als Schutzmacht für soziale Gerechtigkeit und sieht Schottland als moderne, progressive europäische Nation, die sich deutlich vom konservativeren Kurs der Londoner Zentralregierung abhebt.
Die Agenda der SNP konzentriert sich auf die Loslösung von Westminster, um eine eigenständige Wirtschafts- und Sozialpolitik zu gestalten. Sie fordert massive Investitionen in das öffentliche Gesundheitswesen, den Ausbau erneuerbarer Energien und eine liberale Migrationspolitik, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Ihre Zielgruppe umfasst weite Teile der schottischen Gesellschaft, von der städtischen Arbeiterschicht bis zum pro-europäischen Bürgertum. Ein zentrales Spannungsfeld bleibt die wirtschaftliche Machbarkeit der Unabhängigkeit, insbesondere die Frage nach einer künftigen Währung und der Grenzsicherung zum restlichen Großbritannien.
Strategisch agiert die SNP als "Catch-all-Party" innerhalb Schottlands und als dominante Kraft im schottischen Parlament in Edinburgh. Im britischen Gesamtsystem nimmt sie die Rolle einer permanenten Opposition zur Zentralregierung ein, wobei sie das parlamentarische System nutzt, um die Legitimität der Union infrage zu stellen. Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat ist von einem "Mandat des Volkes" geprägt, was regelmäßig zu verfassungsrechtlichen Reibungspunkten mit London führt, da die SNP das Recht auf ein Unabhängigkeitsreferendum als demokratisches Grundrecht über die strikte Auslegung der britischen Verfassungstradition stellt.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”