Gallup
N/A
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
N/A
5189 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Island findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
Basierend auf der Projektion von Gallup würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 31,7% der Parlamentssitze erhalten.
In der Sonntagsfrage für Island von Gallup führt Sjálfstæðisflokkurinn mit 23,6%. Es folgen Samfylkingin mit 16,2%, Vinstri græn mit 13,3%, Píratar mit 11,1%, Viðreisn mit 11%, Miðflokkurinn mit 8,9%, Framsóknarflokkurinn mit 8%, Flokkur fólksins mit 4% und Sósíalistaflokkur Íslands mit 3,6%. Sonstige Parteien erreichen 0,3% der Stimmen.
Gallup erreicht im PolitPro Score 85 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Gallup zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,2 Prozentpunkte ab.
Die Sperrklausel für die Althingi-Wahl in Island liegt bei 4%.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Nach den aktuellen Daten von Gallup würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das isländische Parlament, das Althing, einziehen: Sjálfstæðisflokkurinn mit 16 Abgeordneten, Samfylkingin mit 11 Abgeordneten, Vinstri græn mit 9 Abgeordneten, Píratar mit 7 Abgeordneten, Viðreisn mit 7 Abgeordneten, Miðflokkurinn mit 6 Abgeordneten, Framsóknarflokkurinn mit 5 Abgeordneten und Flokkur fólksins mit 2 Abgeordneten.
Das isländische Parlament, das Althing (Alþingi], besteht aus 63 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Island ist in sechs Wahlkreise unterteilt. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 54 Sitze direkt in den Wahlkreisen vergeben werden. Die restlichen 9 Sitze fungieren als Ausgleichsmandate, um sicherzustellen, dass die landesweite Sitzverteilung so präzise wie möglich dem gesamten Stimmenanteil der Parteien entspricht. Trotz der geringen Bevölkerungszahl ist das System so konzipiert, dass sowohl die Hauptstadtregion als auch die ländlichen Gebiete fair vertreten sind.
Für die Teilnahme an der Verteilung der 9 Ausgleichsmandate gilt in Island eine landesweite Sperrklausel von 5%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um von der proportionalen Korrektur auf nationaler Ebene zu profitieren. Theoretisch kann eine Partei auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem der sechs Wahlkreise in das Althing einziehen, ohne die 5%-Hürde national zu erreichen. In der Praxis sorgt die 5%-Regelung jedoch für eine Konsolidierung der Parteienlandschaft und verhindert eine zu starke Zersplitterung des Parlaments.
Da das isländische Wahlsystem die Proportionalität stark gewichtet, erreicht selten eine einzelne Partei die absolute Mehrheit. Koalitionsregierungen aus zwei oder drei Parteien sind daher der Standard. Nach der Wahl führt der Präsident von Island Gespräche mit den Parteiführern und erteilt meist dem Vorsitzenden der stärksten Partei den Auftrag zur Regierungsbildung. Die politische Kultur Islands ist von Pragmatismus geprägt, wobei Koalitionen oft über ideologische Grenzen hinweg gebildet werden, um stabile Mehrheiten für die Bewältigung wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu sichern.