Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Island (Maskína, 20. Juni 2024)

31. Mai 2024 - 20. Juni 2024

1846 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Island: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Island findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Island ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Maskína würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 42,9% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Maskína?

In der Sonntagsfrage für Island von Maskína führt Samfylkingin mit 27,1%. Es folgen Sjálfstæðisflokkurinn mit 14,7%, Miðflokkurinn mit 12,7%, Framsóknarflokkurinn mit 10,2%, Viðreisn mit 10,1%, Píratar mit 9,3%, Sósíalistaflokkur Íslands mit 5,9%, Flokkur fólksins mit 5% und V mit 5%.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Maskína?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Althingi-Wahl in Island liegt bei 4%.

Samfylkingin + Framsóknarflokkurinn + Píratar + Viðreisn
Links
57,1%
Samfylkingin + Sjálfstæðisflokkurinn + Miðflokkurinn
Mitte-links
55,6%
Samfylkingin + Sjálfstæðisflokkurinn + Framsóknarflokkurinn
Links
52,4%
Samfylkingin + Sjálfstæðisflokkurinn + Píratar
Links
52,4%
Samfylkingin + Sjálfstæðisflokkurinn + Viðreisn
Links
52,4%
Samfylkingin + Miðflokkurinn + Píratar
Mitte-links
50,8%
Samfylkingin + Miðflokkurinn + Framsóknarflokkurinn
Mitte-links
50,8%
Samfylkingin + Miðflokkurinn + Viðreisn
Mitte-links
50,8%

Parlamentszusammensetzung laut Maskína

Nach den aktuellen Daten von Maskína würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das isländische Parlament, das Althing, einziehen: Samfylkingin mit 18 Abgeordneten, Sjálfstæðisflokkurinn mit 9 Abgeordneten, Miðflokkurinn mit 8 Abgeordneten, Framsóknarflokkurinn mit 6 Abgeordneten, Viðreisn mit 6 Abgeordneten, Píratar mit 6 Abgeordneten, Sósíalistaflokkur Íslands mit 4 Abgeordneten, Flokkur fólksins mit 3 Abgeordneten und V mit 3 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für das Althingi in Island

Das isländische Parlament, das Althing (Alþingi], besteht aus 63 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Island ist in sechs Wahlkreise unterteilt. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 54 Sitze direkt in den Wahlkreisen vergeben werden. Die restlichen 9 Sitze fungieren als Ausgleichsmandate, um sicherzustellen, dass die landesweite Sitzverteilung so präzise wie möglich dem gesamten Stimmenanteil der Parteien entspricht. Trotz der geringen Bevölkerungszahl ist das System so konzipiert, dass sowohl die Hauptstadtregion als auch die ländlichen Gebiete fair vertreten sind.

Sperrklausel und Hürden

Für die Teilnahme an der Verteilung der 9 Ausgleichsmandate gilt in Island eine landesweite Sperrklausel von 5%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um von der proportionalen Korrektur auf nationaler Ebene zu profitieren. Theoretisch kann eine Partei auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem der sechs Wahlkreise in das Althing einziehen, ohne die 5%-Hürde national zu erreichen. In der Praxis sorgt die 5%-Regelung jedoch für eine Konsolidierung der Parteienlandschaft und verhindert eine zu starke Zersplitterung des Parlaments.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das isländische Wahlsystem die Proportionalität stark gewichtet, erreicht selten eine einzelne Partei die absolute Mehrheit. Koalitionsregierungen aus zwei oder drei Parteien sind daher der Standard. Nach der Wahl führt der Präsident von Island Gespräche mit den Parteiführern und erteilt meist dem Vorsitzenden der stärksten Partei den Auftrag zur Regierungsbildung. Die politische Kultur Islands ist von Pragmatismus geprägt, wobei Koalitionen oft über ideologische Grenzen hinweg gebildet werden, um stabile Mehrheiten für die Bewältigung wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu sichern.

Quellen der Daten und Infos

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