Aktuelle Sonntagsfrage zu den Parlamentswahlen in Italien (CISE, 5. September 2022)

31. August 2022 - 5. September 2022

861 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Italien: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Italien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle italienische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von CISE würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 43,5% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von CISE?

In der Sonntagsfrage für Italien von CISE führt Fratelli d’Italia mit 23%. Es folgen Partito Democratico mit 21,4%, Movimento 5 Stelle mit 16,6%, Lega mit 9,6%, Forza Italia mit 8%, AVS mit 5,9%, A/IV mit 5,3%, Italexit mit 3,6%, NM mit 1,4% und IC mit 0,9%. Sonstige Parteien erreichen 4,3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von CISE?

?

PolitPro Score

CISE erreicht im PolitPro Score ? von 100 Punkten.

1,7

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von CISE zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,7 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Italien liegt bei 3%.

Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + A/IV
Mitte-links
55,0%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + Italexit
Mitte-links
53,0%
Fratelli d’Italia + Movimento 5 Stelle + Lega
Rechts
52,8%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + AVS + A/IV
Links
52,8%
Fratelli d’Italia + Movimento 5 Stelle + AVS + Italexit
Mitte-rechts
52,5%
Fratelli d’Italia + Movimento 5 Stelle + Forza Italia
Mitte-rechts
51,0%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + AVS + Italexit
Links
50,8%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + A/IV + Italexit
Mitte-links
50,3%

Parlamentszusammensetzung laut CISE

Nach den aktuellen Daten von CISE würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das italienische Parlament einziehen: Fratelli d’Italia mit 99 Abgeordneten, Partito Democratico mit 92 Abgeordneten, Movimento 5 Stelle mit 71 Abgeordneten, Lega mit 41 Abgeordneten, Forza Italia mit 34 Abgeordneten, AVS mit 25 Abgeordneten, A/IV mit 23 Abgeordneten und Italexit mit 15 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Italien

Das italienische Parlament besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern: der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati] und dem Senat (Senato della Repubblica]. Seit der Parlamentsreform 2020 wurde die Zahl der Sitze auf 400 Abgeordnete und 200 Senatoren reduziert. Das aktuelle Wahlsystem, das sogenannte „Rosatellum“, ist ein Mischsystem. Etwa 37% der Sitze werden nach dem Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen vergeben (wer die meisten Stimmen hat, gewinnt], während rund 61% proportional über Parteilisten verteilt werden. Die restlichen Sitze sind für die Auslandsitaliener reserviert. Diese Struktur soll eine Balance zwischen regionaler Repräsentation und landesweiter Parteienstärke schaffen.

Sperrklausel und Hürden

In Italien gelten unterschiedliche Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung des Parlaments zu verhindern. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 3% der Stimmen erreichen, um in die Verteilung der Proportionalmandate einbezogen zu werden. Für Koalitionen liegt die Hürde bei insgesamt 10%, sofern mindestens eine beteiligte Partei die 3%-Hürde überspringt. Stimmen für Parteien innerhalb einer Koalition, die zwischen 1% und 3% erreichen, werden der Koalition gutgeschrieben, verfallen aber für die Partei selbst. Diese komplexen Hürden zwingen Parteien oft dazu, bereits vor der Wahl große Bündnisse einzugehen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Italien ist oft ein langwieriger Prozess, da die Verfassung ein „perfektes Zweikammersystem“ vorsieht: Jede Regierung benötigt das Vertrauen beider Kammern des Parlaments. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteiführern durch und beauftragt eine Person mit der Regierungsbildung, die eine stabile Mehrheit in beiden Häusern vorweisen kann. Aufgrund des Wahlsystems sind Mehrparteien-Koalitionen fast immer notwendig. In Krisenzeiten kam es in Italien zudem mehrfach zur Bildung von „technokratischen Regierungen“, die von parteilosen Experten geführt und von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt wurden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Hilf uns, unabhängig zu bleiben

Deine Unterstützung schützt PolitPro vor dem Einfluss von Lobbygruppen und Parteien.

Feedback geben

Erzähle uns, wie wir PolitPro für dich noch besser machen können!

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.