Aktuelle Sonntagsfrage zu den Parlamentswahlen in Italien (Demos & Pi, 6. Dezember 2019)

2. Dezember 2019 - 6. Dezember 2019

1276 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Italien: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Italien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Mehrheit für die italienische Regierung aktuell unsicher

Basierend auf der Projektion von Demos & Pi würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 52,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Demos & Pi?

In der Sonntagsfrage für Italien von Demos & Pi führt Lega mit 29,5%. Es folgen Partito Democratico mit 18,7%, Movimento 5 Stelle mit 18,1%, Fratelli d’Italia mit 11,3%, Forza Italia mit 6,5%, Italia Viva mit 3,5%, Sinistra Italiana mit 3,2% und Più Europa mit 2,4%. Sonstige Parteien erreichen 6,8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Demos & Pi?

74

PolitPro Score

Demos & Pi erreicht im PolitPro Score 74 von 100 Punkten.

1,6

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Demos & Pi zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,6 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Italien liegt bei 3%.

PolitPro Analyse
Wahrscheinlichkeit einer absoluten Mehrheit
  • Lega
    ??%
  • PD
    ??%
  • M5S
    ??%
Wahrscheinlichkeit für den Wahlsieg
  • Lega
    ??%
  • PD
    ??%
  • M5S
    ??%
Wahrscheinlichkeit des Einzugs ins Parlament
  • IV
    ??%
  • +E
    ??%

Wie funktioniert die PolitPro Analyse?

Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.

Lega + Movimento 5 Stelle
Mitte-rechts
52,5%
Lega + Fratelli d’Italia + Forza Italia
Rechts
52,0%
Lega + Fratelli d’Italia + Italia Viva + Sinistra Italiana
Rechts
52,0%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + Italia Viva
Mitte-links
51,8%
Lega + Fratelli d’Italia + Italia Viva
Rechts
48,5%
Lega + Fratelli d’Italia + Sinistra Italiana
Rechts
48,3%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia
Mitte-links
48,0%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Italia Viva + Sinistra Italiana
Links
48,0%

Parlamentszusammensetzung laut Demos & Pi

Nach den aktuellen Daten von Demos & Pi würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das italienische Parlament einziehen: Lega mit 130 Abgeordneten, Partito Democratico mit 83 Abgeordneten, Movimento 5 Stelle mit 80 Abgeordneten, Fratelli d’Italia mit 49 Abgeordneten, Forza Italia mit 29 Abgeordneten, Italia Viva mit 15 Abgeordneten und Sinistra Italiana mit 14 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Italien

Das italienische Parlament besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern: der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati] und dem Senat (Senato della Repubblica]. Seit der Parlamentsreform 2020 wurde die Zahl der Sitze auf 400 Abgeordnete und 200 Senatoren reduziert. Das aktuelle Wahlsystem, das sogenannte „Rosatellum“, ist ein Mischsystem. Etwa 37% der Sitze werden nach dem Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen vergeben (wer die meisten Stimmen hat, gewinnt], während rund 61% proportional über Parteilisten verteilt werden. Die restlichen Sitze sind für die Auslandsitaliener reserviert. Diese Struktur soll eine Balance zwischen regionaler Repräsentation und landesweiter Parteienstärke schaffen.

Sperrklausel und Hürden

In Italien gelten unterschiedliche Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung des Parlaments zu verhindern. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 3% der Stimmen erreichen, um in die Verteilung der Proportionalmandate einbezogen zu werden. Für Koalitionen liegt die Hürde bei insgesamt 10%, sofern mindestens eine beteiligte Partei die 3%-Hürde überspringt. Stimmen für Parteien innerhalb einer Koalition, die zwischen 1% und 3% erreichen, werden der Koalition gutgeschrieben, verfallen aber für die Partei selbst. Diese komplexen Hürden zwingen Parteien oft dazu, bereits vor der Wahl große Bündnisse einzugehen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Italien ist oft ein langwieriger Prozess, da die Verfassung ein „perfektes Zweikammersystem“ vorsieht: Jede Regierung benötigt das Vertrauen beider Kammern des Parlaments. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteiführern durch und beauftragt eine Person mit der Regierungsbildung, die eine stabile Mehrheit in beiden Häusern vorweisen kann. Aufgrund des Wahlsystems sind Mehrparteien-Koalitionen fast immer notwendig. In Krisenzeiten kam es in Italien zudem mehrfach zur Bildung von „technokratischen Regierungen“, die von parteilosen Experten geführt und von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt wurden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

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