Euromedia
La Stampa
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
La Stampa
800 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Italien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.
Basierend auf der Projektion von Euromedia würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 49,0% der Parlamentssitze erhalten.
In der Sonntagsfrage für Italien von Euromedia führt Fratelli d’Italia mit 28,4%. Es folgen Partito Democratico mit 19,3%, Movimento 5 Stelle mit 17,1%, Lega mit 8,8%, Forza Italia mit 7%, Azione mit 4%, Italia Viva mit 3,1%, AVS mit 3%, Più Europa mit 2,6%, Italexit mit 2,3% und NM mit 0,6%. Sonstige Parteien erreichen 3,8% der Stimmen.
Euromedia erreicht im PolitPro Score 76 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Euromedia zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,5 Prozentpunkte ab.
In 21% der Umfragen bewertet Euromedia die Werte von Lega niedriger als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
Die Sperrklausel zur Wahl in Italien liegt bei 3%.
Nach den aktuellen Daten von Euromedia würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das italienische Parlament einziehen: Fratelli d’Italia mit 126 Abgeordneten, Partito Democratico mit 85 Abgeordneten, Movimento 5 Stelle mit 76 Abgeordneten, Lega mit 39 Abgeordneten, Forza Italia mit 31 Abgeordneten, Azione mit 17 Abgeordneten, Italia Viva mit 13 Abgeordneten und AVS mit 13 Abgeordneten.
Das italienische Parlament besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern: der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati] und dem Senat (Senato della Repubblica]. Seit der Parlamentsreform 2020 wurde die Zahl der Sitze auf 400 Abgeordnete und 200 Senatoren reduziert. Das aktuelle Wahlsystem, das sogenannte „Rosatellum“, ist ein Mischsystem. Etwa 37% der Sitze werden nach dem Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen vergeben (wer die meisten Stimmen hat, gewinnt], während rund 61% proportional über Parteilisten verteilt werden. Die restlichen Sitze sind für die Auslandsitaliener reserviert. Diese Struktur soll eine Balance zwischen regionaler Repräsentation und landesweiter Parteienstärke schaffen.
In Italien gelten unterschiedliche Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung des Parlaments zu verhindern. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 3% der Stimmen erreichen, um in die Verteilung der Proportionalmandate einbezogen zu werden. Für Koalitionen liegt die Hürde bei insgesamt 10%, sofern mindestens eine beteiligte Partei die 3%-Hürde überspringt. Stimmen für Parteien innerhalb einer Koalition, die zwischen 1% und 3% erreichen, werden der Koalition gutgeschrieben, verfallen aber für die Partei selbst. Diese komplexen Hürden zwingen Parteien oft dazu, bereits vor der Wahl große Bündnisse einzugehen.
Die Regierungsbildung in Italien ist oft ein langwieriger Prozess, da die Verfassung ein „perfektes Zweikammersystem“ vorsieht: Jede Regierung benötigt das Vertrauen beider Kammern des Parlaments. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteiführern durch und beauftragt eine Person mit der Regierungsbildung, die eine stabile Mehrheit in beiden Häusern vorweisen kann. Aufgrund des Wahlsystems sind Mehrparteien-Koalitionen fast immer notwendig. In Krisenzeiten kam es in Italien zudem mehrfach zur Bildung von „technokratischen Regierungen“, die von parteilosen Experten geführt und von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt wurden.