Aktuelle Sonntagsfrage zu den Parlamentswahlen in Italien (Noto, 20. Mai 2022)

20. Mai 2022

1000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Italien: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Italien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Regierungsbündnis in Italien behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Noto würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 53,5% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Noto?

In der Sonntagsfrage für Italien von Noto führt Fratelli d’Italia mit 22,5%. Es folgen Partito Democratico mit 20%, Lega mit 16,5%, Movimento 5 Stelle mit 12%, Forza Italia mit 7,5%, A/+E mit 5%, Italia Viva mit 3,5%, Italexit mit 2,5%, Noi con l’Italia mit 2%, Articolo 1 mit 1,5%, Coraggio Italia mit 1,5%, Europa Verde mit 1,5% und Sinistra Italiana mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Noto?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Italien liegt bei 3%.

Fratelli d’Italia + Lega + Movimento 5 Stelle
Rechts
58,8%
Fratelli d’Italia + Lega + Forza Italia
Rechts
53,5%
Fratelli d’Italia + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + Italia Viva
Mitte-rechts
52,3%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + A/+E
Mitte-links
51,0%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + Forza Italia + Italia Viva
Mitte-links
49,3%
Fratelli d’Italia + Lega + Italia Viva
Rechts
49,0%
Fratelli d’Italia + Movimento 5 Stelle + Forza Italia
Mitte-rechts
48,3%
Partito Democratico + Movimento 5 Stelle + A/+E + Italia Viva
Links
46,5%

Parlamentszusammensetzung laut Noto

Nach den aktuellen Daten von Noto würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das italienische Parlament einziehen: Fratelli d’Italia mit 104 Abgeordneten, Partito Democratico mit 92 Abgeordneten, Lega mit 76 Abgeordneten, Movimento 5 Stelle mit 55 Abgeordneten, Forza Italia mit 34 Abgeordneten, A/+E mit 23 Abgeordneten und Italia Viva mit 16 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Italien

Das italienische Parlament besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern: der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati] und dem Senat (Senato della Repubblica]. Seit der Parlamentsreform 2020 wurde die Zahl der Sitze auf 400 Abgeordnete und 200 Senatoren reduziert. Das aktuelle Wahlsystem, das sogenannte „Rosatellum“, ist ein Mischsystem. Etwa 37% der Sitze werden nach dem Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen vergeben (wer die meisten Stimmen hat, gewinnt], während rund 61% proportional über Parteilisten verteilt werden. Die restlichen Sitze sind für die Auslandsitaliener reserviert. Diese Struktur soll eine Balance zwischen regionaler Repräsentation und landesweiter Parteienstärke schaffen.

Sperrklausel und Hürden

In Italien gelten unterschiedliche Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung des Parlaments zu verhindern. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 3% der Stimmen erreichen, um in die Verteilung der Proportionalmandate einbezogen zu werden. Für Koalitionen liegt die Hürde bei insgesamt 10%, sofern mindestens eine beteiligte Partei die 3%-Hürde überspringt. Stimmen für Parteien innerhalb einer Koalition, die zwischen 1% und 3% erreichen, werden der Koalition gutgeschrieben, verfallen aber für die Partei selbst. Diese komplexen Hürden zwingen Parteien oft dazu, bereits vor der Wahl große Bündnisse einzugehen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Italien ist oft ein langwieriger Prozess, da die Verfassung ein „perfektes Zweikammersystem“ vorsieht: Jede Regierung benötigt das Vertrauen beider Kammern des Parlaments. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteiführern durch und beauftragt eine Person mit der Regierungsbildung, die eine stabile Mehrheit in beiden Häusern vorweisen kann. Aufgrund des Wahlsystems sind Mehrparteien-Koalitionen fast immer notwendig. In Krisenzeiten kam es in Italien zudem mehrfach zur Bildung von „technokratischen Regierungen“, die von parteilosen Experten geführt und von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt wurden.

Quellen der Daten und Infos

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