Termometro Politico
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Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
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4200 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Italien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.
Basierend auf der Projektion von Termometro Politico würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 53,8% der Parlamentssitze erhalten.
In der Sonntagsfrage für Italien von Termometro Politico führt Fratelli d’Italia mit 29,3%. Es folgen Partito Democratico mit 19,2%, Movimento 5 Stelle mit 16,1%, Lega mit 9,3%, Forza Italia mit 7,5%, Azione mit 4,3%, Più Europa mit 2,4%, AVS mit 2,3%, Italexit mit 2,3%, Italia Viva mit 2,3% und UP mit 1,3%. Sonstige Parteien erreichen 3,7% der Stimmen.
Termometro Politico erreicht im PolitPro Score 69 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Termometro Politico zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 2,2 Prozentpunkte ab.
In 20% der Umfragen bewertet Termometro Politico die Werte von Forza Italia niedriger als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
Die Sperrklausel zur Wahl in Italien liegt bei 3%.
Nach den aktuellen Daten von Termometro Politico würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das italienische Parlament einziehen: Fratelli d’Italia mit 137 Abgeordneten, Partito Democratico mit 90 Abgeordneten, Movimento 5 Stelle mit 75 Abgeordneten, Lega mit 43 Abgeordneten, Forza Italia mit 35 Abgeordneten und Azione mit 20 Abgeordneten.
Das italienische Parlament besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern: der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati] und dem Senat (Senato della Repubblica]. Seit der Parlamentsreform 2020 wurde die Zahl der Sitze auf 400 Abgeordnete und 200 Senatoren reduziert. Das aktuelle Wahlsystem, das sogenannte „Rosatellum“, ist ein Mischsystem. Etwa 37% der Sitze werden nach dem Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen vergeben (wer die meisten Stimmen hat, gewinnt], während rund 61% proportional über Parteilisten verteilt werden. Die restlichen Sitze sind für die Auslandsitaliener reserviert. Diese Struktur soll eine Balance zwischen regionaler Repräsentation und landesweiter Parteienstärke schaffen.
In Italien gelten unterschiedliche Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung des Parlaments zu verhindern. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 3% der Stimmen erreichen, um in die Verteilung der Proportionalmandate einbezogen zu werden. Für Koalitionen liegt die Hürde bei insgesamt 10%, sofern mindestens eine beteiligte Partei die 3%-Hürde überspringt. Stimmen für Parteien innerhalb einer Koalition, die zwischen 1% und 3% erreichen, werden der Koalition gutgeschrieben, verfallen aber für die Partei selbst. Diese komplexen Hürden zwingen Parteien oft dazu, bereits vor der Wahl große Bündnisse einzugehen.
Die Regierungsbildung in Italien ist oft ein langwieriger Prozess, da die Verfassung ein „perfektes Zweikammersystem“ vorsieht: Jede Regierung benötigt das Vertrauen beider Kammern des Parlaments. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteiführern durch und beauftragt eine Person mit der Regierungsbildung, die eine stabile Mehrheit in beiden Häusern vorweisen kann. Aufgrund des Wahlsystems sind Mehrparteien-Koalitionen fast immer notwendig. In Krisenzeiten kam es in Italien zudem mehrfach zur Bildung von „technokratischen Regierungen“, die von parteilosen Experten geführt und von einer breiten parlamentarischen Mehrheit unterstützt wurden.