Ifop
Tageblatt
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
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827 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Luxemburg findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.
Basierend auf der Projektion von Ifop würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 55,0% der Parlamentssitze erhalten.
In der Sonntagsfrage für Luxemburg von Ifop liegt CSV mit 39% an der Spitze. Es folgen LSAP mit 15%, Déi Gréng mit 13%, Demokratesch Partei mit 13%, ADR mit 8%, Déi Lénk mit 6%, Piratepartei mit 3%, KPL mit 1% und PID mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 1% der Stimmen.
Ifop erreicht im PolitPro Score ? von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Ifop zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um Prozentpunkte ab.
Bei der Wahl in Luxemburg gibt es keine Sperrklausel.
Nach den aktuellen Daten von Ifop würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Luxemburg einziehen: CSV mit 25 Abgeordneten, LSAP mit 9 Abgeordneten, Déi Gréng mit 8 Abgeordneten, Demokratesch Partei mit 8 Abgeordneten, ADR mit 5 Abgeordneten, Déi Lénk mit 4 Abgeordneten und Piratepartei mit 1 Abgeordneten.
Die Abgeordnetenkammer (Chambre des Députés] in Luxemburg besteht aus 60 Abgeordneten, die für eine fünfjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in vier Wahlbezirke unterteilt: Süden, Zentrum, Norden und Osten. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht mit einer Besonderheit: Wähler haben so viele Stimmen, wie Mandate im jeweiligen Bezirk zu vergeben sind. Man kann eine ganze Liste wählen oder die Stimmen einzeln an Kandidaten vergeben – auch über Parteigrenzen hinweg (Panaschieren]. Dabei kann einem einzelnen Kandidaten maximal zwei Stimmen gegeben werden (Kumulieren], was den Bürgern eine enorme Kontrolle über die personelle Zusammensetzung des Parlaments gibt.
In Luxemburg gibt es keine gesetzlich festgeschriebene prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus dem Wahlsystem und der Größe der vier Wahlbezirke. Da die Sitze innerhalb der Bezirke nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren verteilt werden, liegt die faktische Hürde in bevölkerungsreichen Bezirken wie dem Süden niedriger als in kleineren Bezirken wie dem Osten. Dies ermöglicht es einer Vielzahl von Parteien, je nach regionaler Stärke, Mandate zu erringen, ohne landesweit eine feste Prozentmarke erreichen zu müssen.
Die Regierungsbildung in Luxemburg ist traditionell von Konsens und Stabilität geprägt. Da das Wahlsystem meist dazu führt, dass keine Partei die absolute Mehrheit der 60 Sitze erreicht, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl ernennt der Großherzog einen „Formateur“, üblicherweise den Anführer der stärksten Partei oder einer vielversprechenden Koalitionsoption, um die Verhandlungen zu leiten. In der luxemburgischen Politik ist es üblich, dass Koalitionen über die gesamte Legislaturperiode stabil bleiben, wobei oft zwei oder drei Parteien ein gemeinsames Regierungsprogramm aushandeln.