Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Luxemburg (Ifop, 19. Oktober 2017)

9. Oktober 2017 - 19. Oktober 2017

827 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Luxemburg: 2028

Die nächste Parlamentswahl in Luxemburg findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis in Luxemburg behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Ifop würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 55,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ifop?

In der Sonntagsfrage für Luxemburg von Ifop liegt CSV mit 39% an der Spitze. Es folgen LSAP mit 15%, Déi Gréng mit 13%, Demokratesch Partei mit 13%, ADR mit 8%, Déi Lénk mit 6%, Piratepartei mit 3%, KPL mit 1% und PID mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ifop?

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PolitPro Score

Ifop erreicht im PolitPro Score ? von 100 Punkten.

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Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Ifop zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Wahl in Luxemburg gibt es keine Sperrklausel.

CSV + LSAP
Mitte
56,7%
CSV + Demokratesch Partei
Mitte-rechts
55,0%
CSV + Déi Gréng
Mitte
55,0%
CSV + ADR
Mitte-rechts
50,0%
LSAP + Demokratesch Partei + Déi Gréng + Déi Lénk + Piratepartei
Mitte-links
50,0%
LSAP + Demokratesch Partei + Déi Gréng + Déi Lénk
Mitte-links
48,3%
CSV + Piratepartei
Mitte-rechts
43,3%
LSAP + Demokratesch Partei + Déi Gréng + Piratepartei
Mitte-links
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut Ifop

Nach den aktuellen Daten von Ifop würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Luxemburg einziehen: CSV mit 25 Abgeordneten, LSAP mit 9 Abgeordneten, Déi Gréng mit 8 Abgeordneten, Demokratesch Partei mit 8 Abgeordneten, ADR mit 5 Abgeordneten, Déi Lénk mit 4 Abgeordneten und Piratepartei mit 1 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Luxemburg

Die Abgeordnetenkammer (Chambre des Députés] in Luxemburg besteht aus 60 Abgeordneten, die für eine fünfjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in vier Wahlbezirke unterteilt: Süden, Zentrum, Norden und Osten. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht mit einer Besonderheit: Wähler haben so viele Stimmen, wie Mandate im jeweiligen Bezirk zu vergeben sind. Man kann eine ganze Liste wählen oder die Stimmen einzeln an Kandidaten vergeben – auch über Parteigrenzen hinweg (Panaschieren]. Dabei kann einem einzelnen Kandidaten maximal zwei Stimmen gegeben werden (Kumulieren], was den Bürgern eine enorme Kontrolle über die personelle Zusammensetzung des Parlaments gibt.

Sperrklausel und Hürden

In Luxemburg gibt es keine gesetzlich festgeschriebene prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus dem Wahlsystem und der Größe der vier Wahlbezirke. Da die Sitze innerhalb der Bezirke nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren verteilt werden, liegt die faktische Hürde in bevölkerungsreichen Bezirken wie dem Süden niedriger als in kleineren Bezirken wie dem Osten. Dies ermöglicht es einer Vielzahl von Parteien, je nach regionaler Stärke, Mandate zu erringen, ohne landesweit eine feste Prozentmarke erreichen zu müssen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Luxemburg ist traditionell von Konsens und Stabilität geprägt. Da das Wahlsystem meist dazu führt, dass keine Partei die absolute Mehrheit der 60 Sitze erreicht, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl ernennt der Großherzog einen „Formateur“, üblicherweise den Anführer der stärksten Partei oder einer vielversprechenden Koalitionsoption, um die Verhandlungen zu leiten. In der luxemburgischen Politik ist es üblich, dass Koalitionen über die gesamte Legislaturperiode stabil bleiben, wobei oft zwei oder drei Parteien ein gemeinsames Regierungsprogramm aushandeln.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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