Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Luxemburg (Ilres, 16. August 2023)

7. August 2023 - 16. August 2023

1887 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Luxemburg: 2028

Die nächste Parlamentswahl in Luxemburg findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Mehrheit für die Regierung in Luxemburg aktuell unsicher

Basierend auf der Projektion von Ilres würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 48,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ilres?

In der Sonntagsfrage für Luxemburg von Ilres liegt CSV mit 28,3% an der Spitze. Es folgen LSAP mit 19,8%, Demokratesch Partei mit 17,4%, Déi Gréng mit 10,7%, Piratepartei mit 9,6%, ADR mit 6,9%, Déi Lénk mit 5%, Fokus mit 1,1%, KPL mit 0,4% und Déi Konservativ mit 0,1%. Sonstige Parteien erreichen 0,7% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ilres?

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PolitPro Score

Ilres erreicht im PolitPro Score ? von 100 Punkten.

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Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Ilres zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Wahl in Luxemburg gibt es keine Sperrklausel.

CSV + Demokratesch Partei + Déi Gréng
Mitte
58,3%
CSV + Demokratesch Partei + Piratepartei
Mitte
58,3%
LSAP + Demokratesch Partei + Déi Gréng + Piratepartei
Mitte-links
58,3%
CSV + Demokratesch Partei + ADR
Mitte-rechts
55,0%
CSV + LSAP
Mitte
50,0%
CSV + Demokratesch Partei
Mitte
48,3%
LSAP + Demokratesch Partei + Déi Gréng
Mitte-links
48,3%
LSAP + Demokratesch Partei + Piratepartei
Mitte-links
48,3%

Parlamentszusammensetzung laut Ilres

Nach den aktuellen Daten von Ilres würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Luxemburg einziehen: CSV mit 18 Abgeordneten, LSAP mit 12 Abgeordneten, Demokratesch Partei mit 11 Abgeordneten, Déi Gréng mit 6 Abgeordneten, Piratepartei mit 6 Abgeordneten, ADR mit 4 Abgeordneten und Déi Lénk mit 3 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Luxemburg

Die Abgeordnetenkammer (Chambre des Députés] in Luxemburg besteht aus 60 Abgeordneten, die für eine fünfjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in vier Wahlbezirke unterteilt: Süden, Zentrum, Norden und Osten. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht mit einer Besonderheit: Wähler haben so viele Stimmen, wie Mandate im jeweiligen Bezirk zu vergeben sind. Man kann eine ganze Liste wählen oder die Stimmen einzeln an Kandidaten vergeben – auch über Parteigrenzen hinweg (Panaschieren]. Dabei kann einem einzelnen Kandidaten maximal zwei Stimmen gegeben werden (Kumulieren], was den Bürgern eine enorme Kontrolle über die personelle Zusammensetzung des Parlaments gibt.

Sperrklausel und Hürden

In Luxemburg gibt es keine gesetzlich festgeschriebene prozentuale Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus dem Wahlsystem und der Größe der vier Wahlbezirke. Da die Sitze innerhalb der Bezirke nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren verteilt werden, liegt die faktische Hürde in bevölkerungsreichen Bezirken wie dem Süden niedriger als in kleineren Bezirken wie dem Osten. Dies ermöglicht es einer Vielzahl von Parteien, je nach regionaler Stärke, Mandate zu erringen, ohne landesweit eine feste Prozentmarke erreichen zu müssen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Luxemburg ist traditionell von Konsens und Stabilität geprägt. Da das Wahlsystem meist dazu führt, dass keine Partei die absolute Mehrheit der 60 Sitze erreicht, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl ernennt der Großherzog einen „Formateur“, üblicherweise den Anführer der stärksten Partei oder einer vielversprechenden Koalitionsoption, um die Verhandlungen zu leiten. In der luxemburgischen Politik ist es üblich, dass Koalitionen über die gesamte Legislaturperiode stabil bleiben, wobei oft zwei oder drei Parteien ein gemeinsames Regierungsprogramm aushandeln.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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