Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Moldawien (iData, 3. September 2025)

20. August 2025 - 3. September 2025

1059 Befragte

Nächste Parlamentswahl in der Republik Moldau: 2030

Die nächste Parlamentswahl in der Republik Moldau findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Aktuelle Regierung in Moldawien ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von iData würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 40,6% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von iData?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Moldau von iData vom 3. September 2025 führt BEP mit 36%. Es folgen PAS mit 34,7%, PN mit 8,4%, Blocul Alternativa mit 7,9%, PSDE mit 3,9%, PDA mit 1,7%, Blocul Împreună mit 1,3% und Mișcarea Respect Moldova mit 1,3%. Sonstige Parteien erreichen 4,8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von iData?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Parlamentswahl in der Republik Moldau liegt bei 5%.

BEP + PAS
Unbekannt
82,2%
PAS + PN + Blocul Alternativa
Unbekannt
58,4%
BEP + Blocul Alternativa
Unbekannt
50,5%
BEP + PN
Unbekannt
50,5%
PAS + PN
Unbekannt
49,5%
PAS + Blocul Alternativa
Unbekannt
49,5%

Parlamentszusammensetzung laut iData

Nach den aktuellen Daten von iData würden voraussichtlich 4 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Moldawien einziehen: BEP mit 42 Abgeordneten, PAS mit 41 Abgeordneten, PN mit 9 Abgeordneten und Blocul Alternativa mit 9 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in der Republik Moldau

Das Parlament der Republik Moldau besteht aus 101 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Seit der Reform des Wahlgesetzbuches im Jahr 2022 wird das gesamte Parlament nach einem reinen Verhältniswahlrecht in einem einzigen landesweiten Wahlkreis bestimmt. Die Wähler geben ihre Stimme für geschlossene Parteilisten ab. Dieses System ersetzt das zuvor kurzzeitig angewandte Mischsystem und zielt darauf ab, die politische Stabilität zu erhöhen und den Einfluss lokaler Oligarchenstrukturen in Einzelwahlkreisen zu verringern. Die Sitzverteilung erfolgt proportional zum landesweiten Stimmenanteil der Parteien.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in das moldauische Parlament gelten gestaffelte Sperrklauseln, um eine zu starke Zersplitterung der Legislative zu verhindern. Einzelne politische Parteien müssen landesweit eine Hürde von 5% der gültigen Stimmen erreichen. Für Wahlbündnisse (Blöcke] aus zwei oder mehr Parteien liegt die Hürde bei 7%. Unabhängige Kandidaten können ebenfalls antreten; für sie gilt eine verringerte Schwelle von 2%. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, werden bei der Mandatsverteilung nicht berücksichtigt, was die Bildung stabiler parlamentarischer Mehrheiten begünstigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Moldau erfolgt nach parlamentarischem Prinzip. Nach der Wahl und der Konstituierung des Parlaments schlägt der Präsident der Republik nach Konsultationen mit den Fraktionen einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vor. Dieser muss innerhalb von 15 Tagen das Vertrauen des Parlaments für sein Kabinett und sein Regierungsprogramm gewinnen. Da Moldau oft zwischen pro-europäischen und pro-russischen Kräften gespalten ist, sind Koalitionsverhandlungen häufig von geopolitischen Richtungsentscheidungen geprägt. Eine Einparteienregierung ist möglich, sofern eine Fraktion die absolute Mehrheit der 101 Sitze hält.

Quellen der Daten und Infos

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