Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Montenegro (CeDem, 14. Mai 2023)

1. Mai 2023 - 14. Mai 2023

1003 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Montenegro: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Montenegro findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Wer führt laut der Umfrage von CeDem?

In der aktuellen Sonntagsfrage für Montenegro, durchgeführt von CeDem, führt PES mit 29,1%. Dahinter liegen DPS mit 24,1%, DF mit 13,2%, DCG mit 11,1%, BS mit 5,1%, URA mit 4,4%, SDP mit 2,2%, SNP mit 2,1%, AA mit 1,9%, SD mit 1,9% und SPP mit 1,1%. Sonstige Parteien erreichen 3,8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von CeDem?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Montenegro liegt bei 3%.

PES + DPS
Unbekannt
63,0%
PES + DF + DCG
Unbekannt
61,7%
PES + DF + BS
Unbekannt
54,3%
PES + DCG + URA
Unbekannt
51,9%
PES + DCG + BS
Unbekannt
51,9%
PES + DF
Unbekannt
49,4%
PES + DCG
Unbekannt
46,9%
DPS + DCG + URA
Unbekannt
45,7%

Parlamentszusammensetzung laut CeDem

Nach den aktuellen Daten von CeDem würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Montenegro einziehen: PES mit 28 Abgeordneten, DPS mit 23 Abgeordneten, DF mit 12 Abgeordneten, DCG mit 10 Abgeordneten, BS mit 4 Abgeordneten und URA mit 4 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Montenegro

Das Parlament von Montenegro (Skupština] besteht aus 81 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein reines Verhältniswahlrecht in einem einzigen landesweiten Wahlkreis mit geschlossenen Listen. Eine Besonderheit in Montenegro ist der Schutz nationaler Minderheiten: Während für die meisten Parteien eine allgemeine Sperrklausel gilt, profitieren Minderheitengruppen von deutlich niedrigeren Hürden, um eine angemessene Repräsentation der vielfältigen Bevölkerungsgruppen (wie Bosniaken, Albaner und Kroaten] im Parlament sicherzustellen.

Sperrklausel und Hürden

In Montenegro gilt für den Einzug in das Parlament eine landesweite Sperrklausel von 3%. Für Parteien oder Koalitionen, die nationale Minderheiten vertreten (sofern diese maximal 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen], ist die Hürde auf 0,7% gesenkt. Eine weitere Sonderregelung gilt für die kroatische Minderheit: Erreicht keine ihrer Listen die 0,7%-Hürde, erhält die stimmenstärkste Liste dennoch ein Mandat, sofern sie mindestens 0,35% der Stimmen erzielt. Diese differenzierten Hürden dienen dazu, politische Stabilität mit inklusiver Repräsentation zu vereinen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Montenegro erfordert eine Mehrheit von mindestens 41 der 81 Sitze. Da das Proporzsystem häufig zu einer Zersplitterung der Parteienlandschaft führt, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl schlägt der Staatspräsident nach Konsultationen mit den Parlamentsfraktionen einen Ministerpräsidenten vor. In der politischen Praxis spielen Minderheitenparteien oft eine zentrale Rolle als Zünglein an der Waage. Die Koalitionsverhandlungen konzentrieren sich meist auf Themen wie die EU-Integration, die Korruptionsbekämpfung und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Quellen der Daten und Infos

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