Aktuelle Sonntagsfrage zu den Tweede Kamerverkiezingen in den Niederlanden (Ipsos, 24. Oktober 2025)

23. Oktober 2025 - 24. Oktober 2025

2745 Befragte

Nächste Parlamentswahl in den Niederlanden: 2029

Die nächste Parlamentswahl in den Niederlanden findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in den Niederlanden ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Ipsos würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 38,7% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ipsos?

In der Sonntagsfrage in den Niederlanden von Ipsos führt PVV mit 16,7%. Es folgen PRO mit 15%, D66 mit 14,4%, CDA mit 12,6%, VVD mit 10,4%, JA21 mit 7,7%, FvD mit 3,6%, PvdD mit 3%, SP mit 2,8%, BBB mit 2,7%, SGP mit 2,5%, Denk mit 2,4%, CU mit 2,2%, Volt mit 2,2%, 50Plus mit 1,3% und NSC mit 0,5%.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ipsos?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Parlamentswahl in den Niederlanden liegt bei 0.67%.

PolitPro Analyse
Wahrscheinlichkeit einer absoluten Mehrheit
  • PVV
    ??%
  • PRO
    ??%
  • D66
    ??%
Wahrscheinlichkeit für den Wahlsieg
  • PVV
    ??%
  • PRO
    ??%
  • D66
    ??%
  • CDA
    ??%
  • VVD
    ??%
  • JA21
    ??%
  • FvD
    ??%
  • PvdD
    ??%
  • SP
    ??%
  • BBB
    ??%
  • SGP
    ??%
  • DENK
    ??%
  • CU
    ??%
  • Volt
    ??%
  • 50+
    ??%
Wahrscheinlichkeit des Einzugs ins Parlament
  • PvdD
    ??%
  • SP
    ??%
  • BBB
    ??%
  • SGP
    ??%
  • DENK
    ??%
  • CU
    ??%
  • Volt
    ??%
  • 50+
    ??%

Wie funktioniert die PolitPro Analyse?

Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.

PVV + D66 + CDA + VVD
Mitte-rechts
56,0%
PRO + D66 + CDA + VVD
Mitte-links
54,0%
PVV + D66 + CDA + JA21
Mitte-rechts
53,3%
PVV + CDA + VVD + JA21 + FvD
Rechts
52,7%
PVV + D66 + VVD + JA21
Mitte-rechts
50,7%
PVV + CDA + VVD + JA21
Rechts
49,3%
D66 + CDA + VVD + JA21
Mitte
46,7%
D66 + CDA + VVD
Mitte-links
38,7%

Parlamentszusammensetzung laut Ipsos

Nach den aktuellen Daten von Ipsos würden voraussichtlich 15 Parteien die Sperrklausel überwinden und in die Tweede Kamer der Staten-Generaal in den Niederlanden einziehen: PVV mit 26 Abgeordneten, PRO mit 23 Abgeordneten, D66 mit 22 Abgeordneten, CDA mit 20 Abgeordneten, VVD mit 16 Abgeordneten, JA21 mit 12 Abgeordneten, FvD mit 5 Abgeordneten, PvdD mit 4 Abgeordneten, SP mit 4 Abgeordneten, BBB mit 4 Abgeordneten, SGP mit 3 Abgeordneten, Denk mit 3 Abgeordneten, CU mit 3 Abgeordneten, Volt mit 3 Abgeordneten und 50Plus mit 2 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in den Niederlanden

Die Zweite Kammer (Tweede Kamer] ist das direkt gewählte Unterhaus des niederländischen Parlaments und besteht aus 150 Abgeordneten. Die Wahl erfolgt nach einem reinen Verhältniswahlrecht in einem einzigen landesweiten Wahlkreis. Obwohl das Land formell in 20 Wahlbezirke unterteilt ist, dienen diese lediglich der Organisation; die Sitze werden basierend auf dem landesweiten Gesamtergebnis verteilt. Wähler geben ihre Stimme für einen spezifischen Kandidaten auf einer Parteiliste ab. Durch dieses System der „offenen Listen“ können Kandidaten durch genügend Vorzugsstimmen (Präferenzstimmen] in der Liste nach oben rücken und ein Mandat gewinnen, selbst wenn sie ursprünglich auf einem hinteren Platz standen.

Sperrklausel und Hürden

Die Niederlande sind bekannt für die niedrigste Sperrklausel in Europa: Um in die Zweite Kammer einzuziehen, benötigt eine Partei lediglich so viele Stimmen, wie für ein einziges Mandat rechnerisch nötig sind. Dies entspricht exakt 1/150 der gültigen Stimmen (ca. 0,67%]. Es gibt keine künstliche Hürde wie die 5-Prozent-Klausel in Deutschland. Diese extrem niedrige Schwelle ermöglicht eine sehr hohe politische Vielfalt und sorgt dafür, dass auch kleine Interessen- oder Nischenparteien (wie z. B. die Partei für die Tiere oder Rentnerparteien] regelmäßig im Parlament vertreten sind, führt aber auch zu einer starken Zersplitterung.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Aufgrund der hohen Anzahl an Parteien im Parlament (oft 15 oder mehr] ist es in den Niederlanden unmöglich, dass eine Partei allein die Mehrheit von 76 Sitzen erreicht. Koalitionsregierungen aus drei, vier oder sogar fünf Parteien sind daher die Regel. Da das Wahlsystem keine stabilen Zweiparteien-Blöcke begünstigt, sind die Verhandlungen oft langwierig und kompliziert. In der jüngeren Geschichte (wie nach den Wahlen 2025] kam es vermehrt zur Bildung von Minderheitsregierungen oder „außerparlamentarischen“ Kabinetten, die für ihre Vorhaben wechselnde Mehrheiten im Parlament suchen müssen.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

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