Nächste Parlamentswahl in Nordmazedonien: 2028
Die nächste Parlamentswahl in Nordmazedonien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Die nächste Parlamentswahl in Nordmazedonien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.
Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Wahl in Nordmazedonien ist VMRO — DPMNE mit 40,5%. Dahinter folgen Socijaldemokratski sojuz na Makedonija mit 15%, BDI (Bashkimi Demokratik për Integrim) mit 13,9% und Levica mit 9%. Sonstige Parteien erreichen 21,6% der Stimmen.
Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Wahl in Nordmazedonien. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.
Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Nordmazedonien zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.
Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die das Parteiensystem von Nordmazedonien präzise abbildet.
Bei der Wahl in Nordmazedonien gibt es keine Sperrklausel.
Basierend auf dem Wahltrend würden 4 Parteien in das Parlament von Nordmazedonien einziehen: VMRO — DPMNE mit 62 Abgeordneten, Socijaldemokratski sojuz na Makedonija mit 23 Abgeordneten, BDI (Bashkimi Demokratik për Integrim) mit 22 Abgeordneten und Levica mit 13 Abgeordneten.
Das Parlament von Nordmazedonien (Sobranie] besteht aus 120 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Land ist in sechs Wahlbezirke unterteilt, in denen jeweils 20 Mandate nach dem Verhältniswahlrecht vergeben werden. Die Sitzverteilung erfolgt innerhalb dieser Bezirke nach dem D’Hondt-Verfahren. Zusätzlich sieht das Gesetz theoretisch bis zu drei weitere Sitze für die Diaspora vor, sofern bestimmte Stimmen-Quoren erreicht werden. Das System nutzt geschlossene Listen, wobei eine gesetzliche Geschlechterquote vorschreibt, dass mindestens 40% der Kandidaten auf jeder Liste dem unterrepräsentierten Geschlecht angehören müssen.
In Nordmazedonien gibt es keine formale landesweite Sperrklausel (wie z. B. eine 5%-Hürde]. Die faktische Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich ausschließlich aus der Größe der sechs Wahlbezirke. Da in jedem Bezirk 20 Sitze vergeben werden, liegt die mathematische Hürde für ein Mandat bei etwa 5% der Stimmen innerhalb des jeweiligen Bezirks. Dies ermöglicht es auch kleineren Parteien oder regional verankerten Gruppierungen – insbesondere jenen, die ethnische Minderheiten vertreten –, Mandate zu erringen, ohne landesweit eine hohe Prozentmarke erreichen zu müssen.
Die Regierungsbildung in Nordmazedonien ist stark vom „Ohrid-Rahmenabkommen“ und der Notwendigkeit des interethnischen Konsenses geprägt. Es ist politische Tradition, dass die stärkste mazedonische Partei mit der stärksten Partei der albanischen Minderheit koaliert, um eine stabile Mehrheit und nationale Stabilität zu gewährleisten. Der Staatspräsident beauftragt den Führer der Partei oder Koalition, die über eine Mehrheit im Parlament verfügt, mit der Regierungsbildung. Die Koalitionsverhandlungen sind oft komplex und drehen sich neben der Postenverteilung vor allem um EU-Integrationsschritte und Minderheitenrechte.
Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.
Es gibt freie Wahlen, doch die Kontrolle der Regierung und der Rechtsstaat sind begrenzt.
Nordmazedonien erreicht im PolitPro Demokratie Score 44 von 100 Punkten.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score deutlich verbessert.
Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.
Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.
Die Wahl wird in nur einer Runde entschieden.
Nach der Wahl tritt das Parlament innerhalb von 20 Tagen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. In dieser ersten Sitzung werden die Mandate der Abgeordneten verifiziert und der Parlamentspräsident gewählt. Der Staatspräsident hat anschließend 10 Tage Zeit, um das Mandat zur Regierungsbildung zu vergeben. Der designierte Ministerpräsident muss dem Parlament innerhalb von 20 Tagen sein Programm und die Liste der Regierungsmitglieder vorlegen. Die Regierung gilt als gewählt, wenn sie die absolute Mehrheit der Stimmen aller Abgeordneten erhält.
Wahlberechtigt sind alle nordmazedonischen Staatsbürger ab 18 Jahren. Die Wahlbeteiligung schwankt und liegt meist zwischen 50% und 65%. Ein besonderes Merkmal ist das aktive Wahlrecht der großen nordmazedonischen Diaspora, die in speziellen Wahllokalen in Konsulaten und Botschaften weltweit abstimmen kann. Die politische Landschaft ist hochgradig mobilisiert und oft entlang ethnischer Linien gespalten, wobei in jüngster Zeit sozioökonomische Themen und die Korruptionsbekämpfung zunehmend an Bedeutung für die Wahlentscheidung gewinnen.
Militärisches Verteidigungsbündnis zwischen Europa und Nordamerika
Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.
Die nächste Parlamentswahl in Nordmazedonien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Nordmazedonien.
Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.V-Dem – Varieties of Democracy
Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.
Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.V-Party – Parties of the World Dataset
Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”