Fremskrittspartiet
Fortschrittspartei
Fortschrittspartei
Rechts
Fraktion im EU Parlament
+5,2 seit der letzten Wahl
+3,2 in den letzten 3 Monaten
Das Weltbild der FrP wurzelt im klassischen Liberalismus, gepaart mit einem ausgeprägten Misstrauen gegenüber staatlicher Bevormundung. Im Zentrum steht die Souveränität des Einzelnen gegenüber dem Kollektiv. Die Partei begreift den Staat primär als Dienstleister, der sich auf Kernaufgaben beschränken sollte. Nationaler Stolz und die Verteidigung westlicher Werte bilden das kulturelle Fundament, wobei die FrP eine skeptische Haltung gegenüber supranationalen Institutionen einnimmt und die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild als Ideal ansieht.
Die Agenda der FrP zielt auf eine radikale Verschlankung des Sozialstaats bei gleichzeitiger massiver Reinvestition der Öleinnahmen in die Infrastruktur und Pflege ab. Sie fordert die Privatisierung staatlicher Unternehmen und den Abbau von Bürokratie. Ein Kernanliegen ist die strikte Begrenzung der Zuwanderung sowie eine konsequente Integrationspflicht. Die Partei spricht vor allem Arbeiter, Selbstständige und Bürger im ländlichen Raum an, die sich durch hohe Abgaben belastet fühlen und eine pragmatische „Zuerst das eigene Land“-Politik einfordern.
Im norwegischen Parlamentarismus besetzt die FrP die Rolle des systemkritischen Herausforderers, der sich über Jahrzehnte vom Außenseiter zur regierungsfähigen Kraft entwickelt hat. Sie agiert als Korrektiv zum etablierten Konsens der Mitte-Rechts-Parteien und zwingt diese oft zu einer härteren Gangart in der Migrationspolitik. Trotz ihrer populistischen Rhetorik operiert sie fest innerhalb der demokratischen Institutionen, nutzt diese jedoch gezielt, um den Einfluss von Expertenräten und bürokratischen Instanzen zugunsten direkter politischer Entscheidungsmacht zu schwächen.
Gesamtdauer: 6 Jahre • 9 Monate • 3 Wochen • 2 Tage
Gesamtdauer: -
Gesamtdauer: 6 Jahre • 9 Monate • 3 Wochen • 2 Tage
In 8% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”