Rødt
Rot
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Keine Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament von Rødt wurzelt im Marxismus und dem Streben nach einer klassenlosen Gesellschaft. Die Partei betrachtet wirtschaftliche Ungleichheit nicht als Zufall, sondern als systemisches Problem eines kapitalistischen Staates. Ihr Menschenbild ist kollektivistisch geprägt: Wahre Freiheit entsteht für sie erst durch die Befreiung von ökonomischen Zwängen. Staat und Nation sieht die Partei als Instrumente, die derzeit den Eliten dienen, aber durch eine demokratische Revolution in den Dienst der Arbeiterklasse gestellt werden müssen.
Die Agenda konzentriert sich auf den massiven Ausbau des Wohlfahrtsstaates, die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien und den Kampf gegen die „Profitmaximierung im Sozialwesen“. Rødt fordert radikale Steuererhöhungen für hohe Vermögen und setzt sich für eine strikte ökologische Transformation ein, die jedoch nicht zulasten der Arbeiter gehen darf. Ihre Zielgruppe sind Geringverdiener, Gewerkschaftsmitglieder und junge Idealisten, die den etablierten Linksparteien einen zu pragmatischen Kurs vorwerfen. Außenpolitisch lehnt die Partei die NATO-Mitgliedschaft und das EWR-Abkommen strikt ab.
Im politischen System Norwegens fungiert Rødt als ideologisches Korrektiv und „Wachhund“ links der Sozialdemokratie. Strategisch nutzt die Partei das Parlament als Bühne, um systemkritische Debatten zu forcieren und Druck auf linke Minderheitsregierungen auszuüben, ohne sich dabei durch feste Koalitionen korrumpieren zu lassen. Während sie die Institutionen des Rechtsstaates nutzt, bleibt ihr Verhältnis zum bestehenden System ambivalent, da sie langfristig einen radikalen Bruch mit der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung anstrebt.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”