Aktuelle Sonntagsfrage zum Stortingsvalg in Norwegen (Ipsos MMI, 19. Februar 2020)

17. Februar 2020 - 19. Februar 2020

1000 Befragte

Nächste Stortingswahl in Norwegen: 2029

Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Norwegen ohne Mehrheit im Storting

Basierend auf der Projektion von Ipsos MMI würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 47,9% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ipsos MMI?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Ipsos MMI vom 19. Februar 2020 führt Arbeiderpartiet mit 25,8%. Es folgen Høyre mit 18,8%, Senterpartiet mit 14,8%, Fremskrittspartiet mit 14,2%, Sosialistisk Venstreparti mit 7,1%, De Grønne mit 5,4%, Kristelig Folkeparti mit 3,6%, Rødt mit 3,5% und Venstre mit 3,5%. Sonstige Parteien erreichen 3,3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ipsos MMI?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.

Arbeiderpartiet + Høyre
Mitte-links
56,2%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti
Mitte-links
56,2%
Høyre + Senterpartiet + Fremskrittspartiet
Mitte-rechts
55,6%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + De Grønne
Mitte-links
55,0%
Høyre + Senterpartiet + De Grønne
Mitte
50,9%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet
Mitte
48,5%
Arbeiderpartiet + Sosialistisk Venstreparti + De Grønne
Mitte-links
44,4%
Høyre + Senterpartiet
Mitte-rechts
44,4%

Parlamentszusammensetzung laut Norstat

Nach den aktuellen Daten von Norstat würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Arbeiderpartiet mit 51 Abgeordneten, Høyre mit 44 Abgeordneten, Senterpartiet mit 31 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 19 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 13 Abgeordneten und De Grønne mit 11 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Stortingswahl in Norwegen

Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.

Sperrklausel und Hürden

Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.

Quellen der Daten und Infos

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