Aktuelle Sonntagsfrage zum Stortingsvalg in Norwegen (Ipsos MMI, 16. Dezember 2020)

14. Dezember 2020 - 16. Dezember 2020

1000 Befragte

Nächste Stortingswahl in Norwegen: 2029

Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Norwegen behält stabile Mehrheit im Storting

Basierend auf der Projektion von Ipsos MMI würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 53,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Ipsos MMI?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Ipsos MMI vom 16. Dezember 2020 führt Senterpartiet mit 22,3%. Es folgen Arbeiderpartiet mit 21,1%, Høyre mit 18,9%, Fremskrittspartiet mit 12,9%, Sosialistisk Venstreparti mit 7,5%, De Grønne mit 3,9%, Kristelig Folkeparti mit 3,8%, Rødt mit 3,7% und Venstre mit 3,5%. Sonstige Parteien erreichen 2,4% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Ipsos MMI?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.

Arbeiderpartiet + Høyre
Mitte-links
52,1%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Rødt + Venstre
Mitte-links
52,1%
Høyre + Senterpartiet + Fremskrittspartiet
Mitte-rechts
51,5%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti
Mitte-links
50,3%
Arbeiderpartiet + Sosialistisk Venstreparti + Rødt + Venstre
Mitte-links
48,5%
Senterpartiet + Fremskrittspartiet + Sosialistisk Venstreparti + Rødt + Venstre
Mitte
47,9%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Rødt
Mitte-links
47,3%
Arbeiderpartiet + Sosialistisk Venstreparti + Rødt
Mitte-links
43,8%

Parlamentszusammensetzung laut Opinion Perduco

Nach den aktuellen Daten von Opinion Perduco würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Arbeiderpartiet mit 45 Abgeordneten, Høyre mit 43 Abgeordneten, Senterpartiet mit 23 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 21 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 17 Abgeordneten, Rødt mit 12 Abgeordneten und Venstre mit 8 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Stortingswahl in Norwegen

Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.

Sperrklausel und Hürden

Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.

Quellen der Daten und Infos

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