Aktuelle Sonntagsfrage zum Stortingsvalg in Norwegen (Norstat, 29. März 2020)

23. März 2020 - 29. März 2020

953 Befragte

Nächste Stortingswahl in Norwegen: 2029

Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Mehrheit für die Regierung in Norwegen aktuell im Storting unsicher

Basierend auf der Projektion von Norstat würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 48,5% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Norstat?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Norstat vom 29. März 2020 führt Arbeiderpartiet mit 25,7%. Es folgen Høyre mit 24,9%, Senterpartiet mit 15,3%, Fremskrittspartiet mit 12%, Sosialistisk Venstreparti mit 7,2%, De Grønne mit 3,7%, Rødt mit 3,7%, Venstre mit 3,6% und Kristelig Folkeparti mit 2,8%. Sonstige Parteien erreichen 1,1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Norstat?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.

Høyre + Senterpartiet + Fremskrittspartiet
Mitte-rechts
59,2%
Høyre + Arbeiderpartiet
Mitte-links
54,4%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti + Rødt
Mitte-links
52,7%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti + Venstre
Mitte-links
52,1%
Høyre + Senterpartiet + Venstre
Mitte
50,3%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti
Mitte-links
47,9%
Høyre + Fremskrittspartiet + Venstre
Mitte
47,3%
Høyre + Senterpartiet
Mitte
46,2%

Parlamentszusammensetzung laut Opinion Perduco

Nach den aktuellen Daten von Opinion Perduco würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Høyre mit 51 Abgeordneten, Arbeiderpartiet mit 41 Abgeordneten, Senterpartiet mit 27 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 22 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 13 Abgeordneten, Rødt mit 8 Abgeordneten und Venstre mit 7 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Stortingswahl in Norwegen

Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.

Sperrklausel und Hürden

Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.

Quellen der Daten und Infos

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