Aktuelle Sonntagsfrage zum Stortingsvalg in Norwegen (Norstat, 18. Oktober 2020)

12. Oktober 2020 - 18. Oktober 2020

962 Befragte

Nächste Stortingswahl in Norwegen: 2029

Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Norwegen ohne Mehrheit im Storting

Basierend auf der Projektion von Norstat würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 46,2% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Norstat?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Norstat vom 18. Oktober 2020 führt Høyre mit 24,3%. Es folgen Arbeiderpartiet mit 23,5%, Senterpartiet mit 16,6%, Fremskrittspartiet mit 13,2%, Sosialistisk Venstreparti mit 6%, Rødt mit 4,1%, De Grønne mit 3,7%, Kristelig Folkeparti mit 3,4% und Venstre mit 3%. Sonstige Parteien erreichen 2,2% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Norstat?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.

Høyre + Arbeiderpartiet
Mitte-links
60,4%
Høyre + Senterpartiet + Fremskrittspartiet
Mitte-rechts
59,2%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + Sosialistisk Venstreparti
Mitte-links
50,9%
Høyre + Senterpartiet + De Grønne
Mitte
50,9%
Høyre + Senterpartiet
Mitte
46,7%
Arbeiderpartiet + Senterpartiet + De Grønne
Mitte-links
46,2%
Høyre + Fremskrittspartiet
Mitte
45,0%

Parlamentszusammensetzung laut Norstat

Nach den aktuellen Daten von Norstat würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Høyre mit 55 Abgeordneten, Arbeiderpartiet mit 47 Abgeordneten, Senterpartiet mit 24 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 21 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 15 Abgeordneten und De Grønne mit 7 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Stortingswahl in Norwegen

Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.

Sperrklausel und Hürden

Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.

Quellen der Daten und Infos

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