Respons Analyse
VG
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
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1001 Befragte
Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
Basierend auf der Projektion von Respons Analyse würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 42,0% der Parlamentssitze erhalten.
In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Respons Analyse vom 6. Januar 2020 führt Arbeiderpartiet mit 24%. Es folgen Høyre mit 22,4%, Senterpartiet mit 15,8%, Fremskrittspartiet mit 11,4%, Sosialistisk Venstreparti mit 6,6%, De Grønne mit 6,1%, Rødt mit 5,1%, Kristelig Folkeparti mit 4,2% und Venstre mit 2,5%. Sonstige Parteien erreichen 1,9% der Stimmen.
Respons Analyse erreicht im PolitPro Score 79 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Respons Analyse zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,2 Prozentpunkte ab.
In 22% der Umfragen bewertet Respons Analyse die Werte von Arbeiderpartiet höher als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
In 21% der Umfragen bewertet Respons Analyse die Werte von Fremskrittspartiet höher als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.
Nach den aktuellen Daten von Opinion würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Høyre mit 46 Abgeordneten, Arbeiderpartiet mit 37 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 22 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 17 Abgeordneten, Rødt mit 12 Abgeordneten, Senterpartiet mit 10 Abgeordneten, Venstre mit 10 Abgeordneten, INP mit 8 Abgeordneten und De Grønne mit 7 Abgeordneten.
Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.
Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.
Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.