Sentio
Amedia and Nettavisen
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
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1000 Befragte
Die nächste Stortingswahl in Norwegen findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
Basierend auf der Projektion von Sentio würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 43,8% der Parlamentssitze erhalten.
In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Norwegen von Sentio vom 20. April 2020 führt Høyre mit 26,7%. Es folgen Arbeiderpartiet mit 24,5%, Senterpartiet mit 14%, Fremskrittspartiet mit 12%, Sosialistisk Venstreparti mit 6,5%, De Grønne mit 4,9%, Kristelig Folkeparti mit 3,7%, Venstre mit 3,3% und Rødt mit 3,2%. Sonstige Parteien erreichen 1,2% der Stimmen.
Sentio erreicht im PolitPro Score 75 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Sentio zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um Prozentpunkte ab.
In 24% der Umfragen bewertet Sentio die Werte von Arbeiderpartiet höher als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
Die Sperrklausel für die Stortingswahl in Norwegen liegt bei 4%.
Nach den aktuellen Daten von Kantar würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Storting von Norwegen einziehen: Arbeiderpartiet mit 44 Abgeordneten, Høyre mit 38 Abgeordneten, Senterpartiet mit 26 Abgeordneten, Fremskrittspartiet mit 19 Abgeordneten, Sosialistisk Venstreparti mit 18 Abgeordneten, Rødt mit 9 Abgeordneten, Venstre mit 8 Abgeordneten und De Grønne mit 7 Abgeordneten.
Das norwegische Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das in 19 Wahlbezirken (entsprechend den traditionellen Provinzen/Fylker] durchgeführt wird. Von den 169 Sitzen werden 150 als Distriktmandate direkt in den Wahlbezirken vergeben. Die restlichen 19 Sitze sind Ausgleichsmandate (utjevningsmandater], eines für jeden Wahlbezirk, um eine landesweite Verhältnismäßigkeit zwischen Stimmenanteil und Sitzverteilung herzustellen. Eine Besonderheit ist, dass das Storting für die gesamte vierjährige Amtszeit gewählt wird – vorzeitige Neuwahlen sind nach der norwegischen Verfassung nicht möglich.
Für den Gewinn von Distriktmandaten gibt es in Norwegen keine feste prozentuale Sperrklausel; hier zählt das Ergebnis im jeweiligen Wahlbezirk. Um jedoch an der Verteilung der 19 Ausgleichsmandate teilzunehmen, muss eine Partei die landesweite Sperrklausel von 4% erreichen. Diese Hürde ist in der norwegischen Politik von enormer Bedeutung, da das Überspringen oder Scheitern an der 4%-Marke oft darüber entscheidet, welcher politische Block (Mitte-Links oder Mitte-Rechts] eine Mehrheit im Storting bilden kann.
Norwegen praktiziert den sogenannten „negativen Parlamentarismus“. Das bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine formale Vertrauensabstimmung im Parlament gewinnen muss; es reicht aus, dass keine Mehrheit im Storting aktiv gegen sie stimmt. Dies begünstigt die Bildung von Minderheitsregierungen, die in Norwegen sehr verbreitet sind. Diese Regierungen stützen sich auf feste Vereinbarungen mit Unterstützungsparteien im Parlament, um Haushalte und wichtige Gesetze zu verabschieden. Die politische Kultur ist stark auf Konsens und Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg ausgerichtet.