Aktueller Wahltrend für Österreich

Im Aufwind: ÖVP

+2,0 Zuwachs in den letzten 30 Tagen

Im Abwärtstrend: FPÖ

-1,6 Verlust in den letzten 30 Tagen

Nächste Parlamentswahl in Österreich: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung müsste zittern

Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Österreich 50,8% der Sitze.

Wer führt im PolitPro Wahltrend für Österreich?

Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Wahl in Österreich ist FPÖ mit 35,8%. Dahinter folgen ÖVP mit 21,1%, SPÖ mit 18,1%, GRÜNE mit 10%, NEOS mit 8,3% und KPÖ mit 3,1%. Sonstige Parteien erreichen 3,6% der Stimmen.

Hätte die amtierende Regierung in Österreich aktuell noch eine Mehrheit?

Mit 50,8% der Sitze im Wahltrend steht die Mehrheit der aktuellen Regierung in Österreich auf Messers Schneide. Wäre heute Parlamentswahl in Österreich, könnten bereits geringe Schwankungen oder die Fehlertoleranz der Institute darüber entscheiden, ob ÖVP, SPÖ und NEOS die nötige parlamentarische Mehrheit knapp halten oder abgeben müssen.

Datenanalyse: So berechnen wir den PolitPro Wahltrend

Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Nationalratswahl in Österreich. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.

Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Österreich zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.

Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die die österreichische Parteienlandschaft präzise abbildet.

Aktuelle Sonntagsfragen im Überblick

Mögliche Koalitionen & Bündnisse

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

FPÖ + ÖVP
Rechts
61,2%
FPÖ + SPÖ
Rechts
58,5%
ÖVP + SPÖ + GRÜNE
Mitte
52,5%
ÖVP + SPÖ + NEOS
Mitte
50,8%

Voraussichtliche Zusammensetzung des Parlaments

Basierend auf dem Wahltrend würden 5 Parteien in den Nationalrat einziehen: FPÖ mit 71 Abgeordneten, ÖVP mit 41 Abgeordneten, SPÖ mit 36 Abgeordneten, GRÜNE mit 19 Abgeordneten und NEOS mit 16 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Wahltrend-Historie: Entwicklung in Österreich

Letzte Wahlergebnisse

Zusammensetzung der aktuellen Regierung

Wichtige Parteien in Österreich

Regionale Wahltrends (Bundesländer)

4
3
2
ÖVP
SPÖ
FPÖ

Wer führt in den Bundesländern?

In den aktuellen Wahltrends der Bundesländer führt derzeit ÖVP in 4 Bundesländern, SPÖ in 3 Bundesländern und FPÖ in 2 Bundesländern.

Umfrageinstitute in Österreich

Genauigkeit bei Wahlen
Sehr genau
Sehr ungenau

Was ist der PolitPro Score für Institute?

Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.

Politisches System & Demokratie in Österreich

Demokratie mit Schwächen

Es gibt freie Wahlen, doch die Kontrolle der Regierung und der Rechtsstaat sind begrenzt.

77

Demokratie Score

Österreich erreicht im PolitPro Demokratie Score 77 von 100 Punkten.

-5

Entwicklung: Leichter Rückgang

In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score etwas verschlechtert.

76

Demokratie Score: Rechtsstaat

Bewertet, wie stark in Österreich Gewaltenteilung, unabhängige Gerichte und Grundrechte geschützt sind.

84

Demokratie Score: Wahlen

Bewertet, ob Wahlen in Österreich frei, fair und offen sind und die Regierung wirklich gewählt ist.

72

Demokratie Score: Entscheidungsprozess

Bewertet, ob politische Entscheidungen in Österreich auf Argumenten und öffentlicher Diskussion beruhen.

73

Demokratie Score: Chancengleichheit

Bewertet, ob alle Bürger in Österreich unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildung gleich beteiligt sind.

58

Demokratie Score: Bürgerbeteiligung

Zeigt, wie stark die Bevölkerung in Österreich über Parteien, Verbände oder Gruppen Einfluss nimmt.

Was ist der PolitPro Demokratie Score?

Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.

Wahlrecht & Wahlsystem in Österreich

Parlamentarische Republik

Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.

Wie wird gewählt?

Keine Infos verfügbar.

Nach der Wahl

Sobald das amtliche Endergebnis feststeht, erfolgt die Angelobung der Abgeordneten in der konstituierenden Sitzung des Nationalrats. Parallel dazu finden die Sondierungs- und Koalitionsgespräche statt. Der Bundespräsident spielt eine zentrale Rolle, indem er die Regierung ernennt und die Minister auf die Verfassung vereidigt. Bis zur Bildung einer neuen Regierung bleibt die alte meist geschäftsführend im Amt. Nach der Regierungsbildung beginnt die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen, wo Gesetzesvorlagen vorbereitet werden, bevor sie im Plenum zur Abstimmung kommen.

Besonderheiten der Wählerschaft

Die Wählerschaft in Österreich zeichnet sich durch eine traditionell solide Wahlbeteiligung aus. Ein prägendes Merkmal ist die Einführung des Wahlrechts ab 16 Jahren im Jahr 2007, womit Österreich eine Vorreiterrolle in Europa einnahm. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Wahlverhalten zunehmend flexibilisiert: Die traditionell starke Bindung an die großen Volksparteien hat abgenommen, während die Bedeutung von Wechselwählern und die Nutzung der Briefwahl stetig gestiegen sind. Regionale Unterschiede zwischen städtischen Zentren und ländlich geprägten Bundesländern spielen oft eine entscheidende Rolle für den Wahlausgang.

Mitglied der Europäischen Union

Europas Staatenbund mit gemeinsamen Gesetzen, Binnenmarkt und Demokratiestandards.

Mitglied der OSZE

Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.

Mitglied der OECD

Verband reicherer Länder zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Entwicklung.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Wann ist die nächste Wahl in Österreich?

Die nächste Parlamentswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Österreich.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.

V-Dem – Varieties of Democracy

Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.

Mehr

Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Sandra Grahn, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Joshua Krusell, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Juraj Medzihorsky, Natalia Natsika, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Felix Wiebrecht, Tore Wig, Steven Wilson and Daniel Ziblatt. 2025. "V-Dem 2025 Dataset v15" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.

V-Party – Parties of the World Dataset

Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.

Mehr

Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.

ParlGov – Parliamentary Democracy Data

Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.

Mehr

Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.

CHES – Chapel Hill Expert Survey

Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.

Mehr

Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”